Kalenderblatt – Juli 2009

Vor ca. 25 Jahren hat die Stadt Münster eine Veränderungssperre über die Häuser 31-59 der Grevenerstraße verhängt. Diese führte zu dem von der Stadt Münster gewünschten, optischen Verfall der Häuserzeile. Denn so ist es für die Stadt politisch leichter den finanziell lukrativen Neubau der Häuser durchzusetzen. Die Bausubstanz der Häuser ist jedoch nicht einmal durch ein unabhängiges Gutachten überprüft worden. Der Bebauungsplan von vor 40 Jahren kann nur als vorgeschoben gewertet werden, schließlich sollte die komplette Häuserzeile 9 Meter zurückversetzt werden, um angeblich Platz für einen Fahrradweg und einen Grünstreifen zu schaffen. Mittlerweile wurde dieser Plan seitens der Stadt fallen gelassen, mit der Begründung beides sei nicht notwendig. Es wird deutlich, dass das Interesse der Stadt woanders liegt : Die alten nicht so rentablen Häuser abzureißen um dort Neubauten mit wesentlich höheren Mieten zu errichten. Die Stadt verdrängt so die bisherigen langjährigen Mieter_innen durch die hohen Mieten, da die alten Mieter sich die Wohnungen in den Neubauten nicht mehr leisten können. Dies reiht sich nahtlos in die Politik der Stadt ein, Menschen mit geringem Einkommen aus der Innenstadt zu verdrängen, um finanzkräftigeres Publikum dorthin zu locken.

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