PM: zu den Gegenprotesten am 12.03.11

Ob Kinder oder Keine bestimmen wir alleine!

Ob Kinder oder Keine bestimmen wir alleine!

Wir dolumentieren im folgenden die Pressemitteilung des Bündnisses gegen1000kreuze.

Am heutigen Samstag, den 12.03.2011, fand zum wiederholten Male in Münsters Innenstadt der sogenannte „1000-Kreuze-Marsch“ von fundamentalistischen Christ_innen statt, mit dem sie sich gegen das Recht auf einen Schwangerschaftsabbruch wenden. Im Gegensatz zu den letzten Jahren waren sie mit lediglich 70 Teilnehmenden in ihrer Zahl deutlich weniger. Zum zweiten Mal hat sich in diesem Jahr wieder das Bistum Münster von ihnen distanziert und ihnen keine Kirche zum Beten zur Verfügung gestellt, ein klarer Erfolg der bisherigen Proteste.

Heute demonstrierten ca. 300 Menschen unter dem Motto „Fundamentalistische Christ_innen abschirmen“. Im Zuge dieses Mottos kamen mehrere Regenschirme zum Einsatz, auf denen die Parole „My Body My Choice“ zu lesen war.

„Mir ist es wichtig, dass Menschen, die Abtreibung mit dem Holocaust vergleichen, nicht unkommentiert durch Münster laufen können. Jede Frau hat das Recht über ihren Körper selbst zu bestimmen“, so Judith Kessler, eine der Demonstrierenden. Sie und viele andere begleiteten die Demonstration der Christ_innen mit kreativen Störaktionen, zum Beispiel mit Konfetti, Kondomen und Glitzer.

Nur sehr verspätet konnten die Christ_innen mit ihrer Demonstration beginnen, da mehrere Menschen rund um den Aegidiikirchplatz die Zugänge blockierten. Einer der Blockierenden, Kim Wagner: „Das Weltbild der Christ_innen beschränkt sich nicht nur auf die strikte Ablehnung des Selbstbestimmungsrechts von Frauen über ihren Körper, sondern beinhaltet auch eine strikte Ablehnung von Homosexualität und allem anderen, was nicht in ihr rechtskonservatives Bild passt. Homosexualität wird von ihnen sogar als Krankheit bezeichnet.“

 

Neben der massiven Verzögerung und der lautstarken Begleitung während des Gebetszuges mussten die Fundamentalist_innen zudem auf ihr traditionelles Abschlussritual verzichten und ihre Route verkürzen.

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