Feministische Inhalte auf die Straße tragen. Demo 22.März in Münster

 Raise your voice! Your body Your choice – Fe­mi­nis­ti­sche In­hal­te auf die Stra­ße tra­gen
Demo am 22. März in Müns­ter. 11 Uhr am Bre­mer Platz (Hin­ter­aus­gang Haupt­bahn­hof)Link zur Mobiseite

1000-​Kreu­ze-​Mär­sche
Jedes Jahr lau­fen fun­da­men­ta­lis­ti­sche Christ*innen durch Müns­ter. Mit wei­ßen Holz­kreu­zen be­waff­net beten sie gegen Schwan­ger­schafts­ab­brü­che, Ver­hü­tung, Sex vor der Ehe, Ho­mo­se­xua­li­tät und wo­ge­gen Men­schen fun­da­men­ta­lis­ti­scher Aus­rich­tung sonst noch so sind. Die­ser von „eu­ro­pro­li­fe“ or­ga­ni­sier­te Ge­bets­zug fin­det die­ses Jahr am 22. März statt. Auf den ers­ten Blick mag der Ge­bets­zug den Ein­druck einer skur­ri­len Ver­an­stal­tung er­we­cken. Die Kreu­ze­trä­ger*innen er­schei­nen man­chen als ge­sell­schaft­lich nicht ernst zu neh­men­de Min­der­heit. Tat­säch­lich ist die Be­we­gung, die hin­ter Ver­an­stal­tun­gen wie „1000 Kreu­ze für das Leben“ steht, aber keine ex­tre­me und iso­lier­te Rand­er­schei­nung, son­dern Teil einer brei­te­ren ge­sell­schaft­li­chen Ent­wick­lung. Die an­ti­eman­zi­pa­to­ri­schen und re­ak­tio­nä­ren In­hal­te, für die die Kreuz­trä­ger*innen auf die Stra­ße gehen, fin­den sich in ähn­li­cher Weise auch im ge­sell­schaft­li­chen und po­li­ti­schen Main­stream, in den so­ge­nann­ten bür­ger­li­chen Par­tei­en und zum Teil auch in der ex­tre­men Rech­ten.

Seit 2009 or­ga­ni­siert sich des­halb ent­schie­de­ner Wi­der­stand gegen den „1000-​Kreu­ze-​Marsch“. Mit ver­schie­de­nen Ak­ti­ons­for­men wird der Ge­bets­zug kri­tisch und laut­stark be­glei­tet und so ent­schlos­sen gegen die re­ak­tio­nä­re Ideo­lo­gie der Christ*innen pro­tes­tiert. Im letz­ten Jahr gab es erst­mals eine große und kraft­vol­le De­mons­tra­ti­on des Bünd­nis­ses „Gegen 1000 Kreu­ze“, die den In­hal­ten der christ­li­chen Fun­da­men­ta­list*innen ei­ge­ne fe­mi­nis­ti­sche und eman­zi­pa­to­ri­sche Po­si­tio­nen durch An­eig­nung des öf­fent­li­chen Raums ent­ge­gen­set­zen konn­te. Wäh­rend wir im Laufe der Jahre immer mehr wur­den, wur­den die Teil­neh­mer*innen des „Kreu­ze-​Mar­sches“ im Laufe der Jahre immer we­ni­ger. In an­de­ren Städ­ten ver­läuft die Ent­wick­lung al­ler­dings an­ders. In Ber­lin bei­spiels­wei­se neh­men an einem ver­gleich­ba­ren Marsch mitt­ler­wei­le über 2000 Men­schen teil.
Auch des­we­gen ist es nach wie vor wich­tig, nicht nur den Kreu­ze­trä­ger*innen, son­dern allen re­ak­tio­nä­ren Po­si­tio­nen eman­zi­pa­to­ri­sche In­hal­te ent­ge­gen­zu­set­zen.

„My body my choice“ bleibt un­se­re Pa­ro­le!

Im Ge­gen­satz zu den christ­li­chen Fun­da­men­ta­list*innen, die Men­schen in ihren re­pro­duk­ti­ven Rech­ten ein­schrän­ken – ihnen also ver­weh­ren wol­len, über ihren Kör­per, ihre Se­xua­li­tät und ihre ge­schlecht­li­che Iden­ti­tät frei zu ent­schei­den –, for­dern wir das kon­se­quen­te Recht auf Selbst­be­stim­mung in allen Fra­gen zu Kör­per, Ge­schlecht­lich­keit und Re­pro­duk­ti­on. Dazu ge­hört das Recht auf selbst­be­stimm­te Se­xua­li­tät eben­so wie die freie Ent­schei­dung dar­über, (keine) Kin­der zu haben, der Zu­gang zu si­che­ren und be­zahl­ba­ren Ver­hü­tungs­mit­teln sowie das Recht auf me­di­zi­ni­sche Ver­sor­gung und Be­hand­lung. Selbst­be­stim­mung heißt für uns, eine au­to­no­me Ent­schei­dung tref­fen zu kön­nen, und die­ses Recht endet erst dort, wo die Selbst­be­stim­mung einer an­de­ren ei­gen­stän­di­gen Per­son an­fängt. Eine ei­gen­stän­di­ge Per­son ent­steht nicht be­reits im Mo­ment der Be­fruch­tung einer Ei­zel­le.

Auch ge­samt­ge­sell­schaft­lich ist der Be­reich der re­pro­duk­ti­ven Rech­te ein um­kämpf­tes und re­gle­men­tier­tes Ter­rain. Die Ant­wor­ten auf Fra­gen wie „Wer kann/soll/muss/darf in die­ser Ge­sell­schaft Kin­der be­kom­men oder für Kin­der sor­gen? Wel­che Men­schen wer­den in wel­cher Weise in ge­sell­schaft­li­che Ver­ant­wor­tung ge­nom­men oder ge­drängt? Wer ver­sucht wie über wes­sen Kör­per zu be­stim­men? Und wel­che Föten sol­len aus­ge­tra­gen wer­den und wel­che nicht?“ spie­geln sich in ge­sell­schaft­li­chen Nor­men wider. Sie schla­gen sich in fa­mi­li­en-​, ge­sund­heits-​ und so­zi­al­po­li­ti­schen Maß­nah­men wie Be­treu­ungs­geld, El­tern­geld, Ad­op­ti­ons­recht (als he­te­ro­se­xu­el­les Pri­vi­leg), (Nicht-​)Fi­nan­zie­rung von Ver­hü­tungs­mit­teln und dem er­schwer­ten Zu­gang zu Schwan­ger­schafts­ab­brü­chen nie­der.

Der staat­li­che Ein­griff in die re­pro­duk­ti­ven Rech­te der*des Ein­zel­nen zeigt sich zum Bei­spiel im ge­setz­li­chen Um­gang mit Ver­hü­tungs­mit­teln. Als eines der letz­ten eu­ro­päi­schen Län­der sperrt sich Deutsch­land gegen die Auf­he­bung der Re­zept­pflicht für die „Pille da­nach“. Wer das Me­di­ka­ment be­nö­tigt, muss zu einem*r Ärzt*in bzw. einem Kran­ken­haus Kon­takt auf­neh­men und kann dort, je nach kon­fes­sio­nel­ler Aus­rich­tung der Ein­rich­tung, ab­ge­wie­sen wer­den. Der Bun­des­rat hat im No­vem­ber die Re­zept­frei­heit der „Pille da­nach“ be­schlos­sen. Es fehlt al­ler­dings bis­her die Zu­stim­mung der Re­gie­rung, die wei­ter­hin an der CDU/CSU schei­tert. Re­li­giö­se Fun­da­men­ta­list*innen leh­nen die „Pille da­nach“ grund­sätz­lich ab, weil es für sie be­reits Mord ist, wenn das Ein­nis­ten einer be­fruch­te­ten Ei­zel­le ver­hin­dert wird.

(Fun­da­men­ta­lis­ti­sche) Christ*innen ver­su­chen nicht nur durch „1000-​Kreu­ze-​Mär­sche“, an­de­ren ihre Mo­ral­vor­stel­lun­gen auf­zu­zwin­gen. Im Rah­men von so­ge­nann­ten Geh­steig­be­ra­tun­gen be­läs­ti­gen sie au­ßer­dem Schwan­ge­re und Ärzt*innen vor Kli­ni­ken mit Hor­ror­ge­schich­ten über Schwan­ger­schafts­ab­brü­che und deren ver­meint­li­che Fol­gen.
Da­ne­ben gibt es zu­neh­mend ak­ti­ve Lob­by­ar­beit in Po­li­tik und Ge­sell­schaft. Immer mehr Be­ra­tungs­stel­len zum Thema Schwan­ger­schafts­ab­bruch sind in christ­li­cher Trä­ger­schaft. Diese geben vor, er­geb­nis­of­fen zu be­ra­ten. Bei Be­trach­tung ihrer Home­pages oder dem Be­such in den Be­ra­tungs­ein­rich­tun­gen wird aber schnell deut­lich, dass die meis­ten alles dafür tun, dass Schwan­ge­re keine Ab­brü­che vor­neh­men und alle Föten aus­ge­tra­gen wer­den.

Glei­che Schei­ße, an­de­res Eti­kett

Je nach Ideo­lo­gie und Welt­an­schau­ung wer­den An­grif­fe auf die re­pro­duk­ti­ve Selbst­be­stim­mung der*des Ein­zel­nen un­ter­schied­lich be­grün­det. Christ­li­che Fun­da­men­ta­list*innen und selbst­er­nann­te Le­bens­schüt­zer*innen ord­nen – ent­spre­chend ihrem re­li­giö­sen Ko­or­di­na­ten­sys­tem – das Selbst­be­stim­mungs­recht der Ge­bä­ren­den dem „Recht jedes un­ge­bo­re­nen Le­bens“ und dem ver­meint­li­chen „Wil­len Got­tes“ unter. Rechts­po­pu­list*innen wie Thilo Sar­ra­zin oder Eva Her­man be­mü­hen sich im na­tio­na­lis­tisch-​eli­tä­ren In­ter­es­se vor allem um die Föten deut­scher (Bil­dungs-​)Eli­ten, wäh­rend die ex­tre­me Rech­te ihre Re­pro­duk­ti­ons­po­li­tik am ras­sis­ti­schen Ideal eines „ge­sun­den und rein­ras­si­gen Volks­kör­pers“ ori­en­tiert. Aber auch in den De­bat­ten der bür­ger­li­chen Ge­sell­schaft jen­seits von Sar­ra­zin und Co. ste­hen hin­ter der Frage da­nach, wel­che Kin­der er­wünscht sind und wel­che nicht, ge­sell­schafts­po­li­ti­sche In­ter­es­sen und Vor­stel­lun­gen, die zur Re­gle­men­tie­rung der re­pro­duk­ti­ven Rech­te der*des Ein­zel­nen füh­ren.

Wie hoch das ge­sell­schaft­li­che Be­dürf­nis nach „ge­sun­den“/der Norm ent­spre­chen­den Föten und Kin­dern ist, zeigt sich be­son­ders deut­lich in der ak­tu­el­len me­di­zi­ni­schen For­schung und Pra­xis. Die Deu­tungs­ho­heit über re­pro­duk­ti­ve Fra­gen und dar­über, was als ein „le­bens­wer­tes“ Leben an­ge­se­hen wird, wurde wei­test­ge­hend in die­sen me­di­zi­ni­schen Be­reich ver­la­gert. Statt die ge­sell­schaft­li­chen, so­zia­len und le­bens­prak­ti­schen Be­din­gun­gen für Men­schen, die nach me­di­zi­ni­schen Maß­stä­ben von der Norm ab­wei­chen, zu ver­bes­sern, wer­den immer neue Me­tho­den der prä­na­ta­len Dia­gnos­tik ent­wi­ckelt, um so be­ein­flus­sen zu kön­nen, wel­che Föten über­haupt aus­ge­tra­gen wer­den. Der Druck von Sei­ten der Me­di­zin und Ge­sell­schaft auf Schwan­ge­re, ein ver­meint­lich be­hin­der­tes Kind nicht aus­zu­tra­gen, ist hoch. Auch hier wird Schwan­ge­ren das Recht auf Selbst­be­stim­mung und die Mög­lich­keit einer wirk­lich frei­en Ent­schei­dung ohne Zwän­ge, Zeit- und Fi­nanz­druck er­schwert. Und hier zei­gen sich die Wi­der­sprü­che be­son­ders deut­lich: Sind Schwan­ger­schafts­ab­brü­che ge­sell­schaft­lich immer noch eher ver­ur­teilt als ak­zep­tiert und il­le­gal (trotz Aus­set­zung der Straf­bar­keit bis zur 12ten Woche), so wer­den sie, wenn ver­mu­tet wird, dass der Fötus nicht der Norm ent­spricht, auf ein­mal legal.
Zu den so­ge­nann­ten me­di­zi­ni­schen In­di­ka­tio­nen zählt auch die Dia­gno­se „Tri­so­mie 21“, mit der die Wahr­schein­lich­keit recht hoch ist, dass der Fötus mit dem so­ge­nann­ten Down-​Syn­drom zur Welt kommt. Aus der Per­spek­ti­ve der Schwan­ge­ren mit einer sol­chen Dia­gno­se ent­steht ein gro­ßer Druck, die Schwan­ger­schaft ab­zu­bre­chen. Aus der Per­spek­ti­ve der Men­schen mit Tri­so­mie 21 wird durch die­sen ge­sell­schaft­li­chen Druck der Ein­druck ver­mit­telt, dass es sie ei­gent­lich gar nicht geben soll­te. Auch bei der Wahr­schein­lich­keit von Zwi­schen­ge­schlecht­lich­keit raten ei­ni­ge Ärzt*innen zu einem Ab­bruch. Ge­wünscht sind le­dig­lich Babys ohne Ab­wei­chun­gen von zen­tra­len ge­sell­schaft­li­chen Nor­men.

„Keim­zel­le der Na­ti­on“

Auch in den De­bat­ten um „de­mo­gra­phi­schen Wan­del“ und „al­tern­de Ge­sell­schaft“ zeigt sich deut­lich, dass alle Ent­schei­dun­gen rund um das Thema „(Nicht-​)Ge­bä­ren und (Nicht-​)Be­treu­en von Kin­dern“ kei­nes­wegs dem*der Ein­zel­nen über­las­sen sind. Im Ge­gen­teil wird das Thema „(keine) Kin­der“ un­mit­tel­bar mit der Frage nach dem Fort­be­stand der Na­ti­on, der Ab­si­che­rung des ge­sell­schaft­li­chen Wohl­stands und der Auf­recht­er­hal­tung des so­zia­len Frie­dens ver­knüpft und damit im schlech­tes­ten Sinne des Wor­tes zu einer Ge­mein­schafts­auf­ga­be er­klärt. Ein Er­geb­nis die­ses Pro­zes­ses sind fa­mi­li­en-​ und so­zi­al­po­li­ti­sche Steue­rungs­maß­nah­men, die vor allem auf eines zie­len: Gut aus­ge­bil­de­te und gut ver­die­nen­de Men­schen sol­len in he­te­ro­se­xu­el­len Part­ner­schaf­ten ge­sun­de Kin­der ge­bä­ren und diese zu pro­duk­ti­ven, also ver­wert­ba­ren Mit­glie­dern der Ge­sell­schaft er­zie­hen.

Ob­wohl die Rea­li­tä­ten an­ders aus­se­hen, wird die he­te­ro­se­xu­el­le Klein­fa­mi­lie damit als „Keim­zel­le der Ge­sell­schaft“ und al­lein an­zu­stre­ben­des Ideal auf­recht­er­hal­ten. Dabei soll­te nicht ver­ges­sen wer­den, dass die bür­ger­li­che Klein­fa­mi­lie als Ideal erst im Ka­pi­ta­lis­mus im Zuge der Ver­ein­zelung und der Aus­la­ge­rung der Ar­beits­stät­ten auf­kam. Die he­te­ro­se­xu­el­le Klein­fa­mi­lie gilt nach wie vor als Fun­da­ment des Staa­tes und als ge­sell­schaft­li­ches Ideal. Allen, die die­sem Ideal nicht hin­ter­her­he­cheln, soll die Ent­schei­dung „Kin­der oder keine“ ab­ge­nom­men wer­den. Dies be­trifft ins­be­son­de­re ho­mo­se­xu­el­le und tran­s­iden­te Men­schen, die in die­ser Frage auch recht­lich be­nach­tei­ligt wer­den. Trotz aller li­be­ra­len Lip­pen­be­kennt­nis­se zeigt sich in die­ser Dis­kri­mi­nie­rungs­pra­xis auch die ge­sell­schaft­li­che Macht der Angst vor Ho­mo­se­xua­li­tät und Tran­s­iden­ti­tät. Die Feind­schaft gegen ho­mo­se­xu­el­le und tran­s­iden­te Men­schen er­hält damit per­ma­nent Nähr­bo­den.

8. März – In­ter­na­tio­na­ler Frau­en­kampf­tag

Ver­mut­lich zie­hen die fun­da­men­ta­lis­ti­schen Christ*innen mit ihren re­ak­tio­nä­ren In­hal­ten aus­ge­rech­net am 8. März, dem in­ter­na­tio­na­len Frau­en­kampf­tag, durch Müns­ter (unser Kennt­nis­stand zum Zeit­punkt des Auf­ruf­s­chrei­bens). Für viele von uns hat die­ser Tag nach wie vor eine große Be­deu­tung, denn seit An­fang des 20. Jahr­hun­derts wer­den am 8. März in vie­len Län­dern die­ser Welt For­de­run­gen nach einem bes­se­ren Leben jen­seits pa­tri­ar­cha­ler und ka­pi­ta­lis­ti­scher Struk­tu­ren auf die Stra­ße ge­tra­gen. Auch wenn für uns die Ka­te­go­rie Frau nicht (mehr) der we­sent­li­che Be­zugs­punkt für un­se­ren Kampf um Be­frei­ung ist und wir es für wich­tig hal­ten, die Ver­schrän­kung und Wir­kung ver­schie­de­ner Dis­kri­mi­nie­rungs­struk­tu­ren (Se­xis­mus, Ras­sis­mus …) zu be­grei­fen, be­zie­hen wir uns den­noch nach wie vor auf die­sen Frau­en­kampf­tag. Dabei geht es uns nicht nur darum, aus einer Not­wen­dig­keit her­aus die­sen Tag mit fe­mi­nis­ti­schen In­hal­ten zu be­set­zen. Viel­mehr wol­len wir sicht­bar ma­chen, dass das Fest­hal­ten an pa­tri­ar­cha­len und ka­pi­ta­lis­ti­schen Ver­hält­nis­sen auch heute noch dazu führt, dass alle Men­schen, die die­sen An­for­de­run­gen nicht ent­spre­chen oder wi­der­spre­chen, den un­ter­schied­lichs­ten For­men von Dis­kri­mi­nie­run­gen aus­ge­setzt sind. Diese ge­sell­schaft­li­chen Dis­kri­mi­nie­run­gen tref­fen nicht nur Frau­en, son­dern u. a. auch Les­ben-​Trans*-​In­ter und all jene, die jen­seits von Gen­der-​Ka­te­go­ri­en ihr Leben ge­stal­ten wol­len. Ohne die Kämp­fe der Frau­en­be­we­gun­gen wären die Le­bens­be­din­gun­gen für Frau­en­Les­benIn­ter­Trans* welt­weit noch schlech­ter, als sie es oh­ne­hin immer noch sind.

What so­lu­ti­on? Re­vo­lu­ti­on!

Vie­les von dem, was der Ka­pi­ta­lis­mus an Zer­stö­run­gen und Ver­ro­hun­gen her­vor­bringt, kri­ti­sie­ren auch die fun­da­men­ta­lis­ti­schen Christ*innen, die jedes Jahr in Müns­ter auf­mar­schie­ren. Auch wenn die Kri­tik an man­chen Punk­ten auf Miss­stän­de zielt, die auch wir kri­ti­sie­ren, wie zum Bei­spiel die Be­wer­tung von Men­schen auf­grund von ka­pi­ta­lis­ti­schen Ver­wer­tungs­in­ter­es­sen, so sind so­wohl die Grund­la­gen un­se­rer Kri­tik als auch die Uto­pi­en, die wir an­stre­ben, grund­le­gend ver­schie­den von denen der Christ*innen: Ein ent­schei­den­der Be­stand­teil von Re­li­gio­nen und Staa­ten ist, dass sie au­to­ri­tär und re­pres­siv, durch Angst-​ und Straf­an­dro­hun­gen funk­tio­nie­ren. Wir aber wol­len keine Len­kung durch einen ver­meint­lich bes­se­ren Staat, keine mo­ra­li­sche oder in­sti­tu­tio­nel­le Füh­rung durch ver­meint­lich gött­li­che Vor­se­hung, Re­li­gi­on oder Kir­che. Wir kämp­fen für eine herr­schafts­freie Ge­sell­schaft mit Men­schen, die selbst­be­stimmt und so­li­da­risch mit­ein­an­der leben und han­deln kön­nen.

Kein Gott, kein Staat, kein Pa­tri­ar­chat!

Raise your voice! Your body your choice!

Kommt zur Demo nach Müns­ter am 22. März 2014 .

Fe­mi­nis­ti­sche In­hal­te auf die Stra­ße tra­gen! Für ein selbst­be­stimm­tes Leben und eine herr­schafts­freie Ge­sell­schaft!

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