600-700 Menschen auf kurdischer Demonstration in Münster

10Unter dem Titel „Stoppt den Terror gegen die kurdische Bevölkerung“ fand am Samstag dem 12.09.2015 eine Demonstration mit ca. 600-700 Menschen in Münster statt. Die Demonstration zog lautstark von der Windhorststraße über den Prinzipalmarkt bis zum Türkischen Generalkonsulat. Anlass der Demonstration waren die schweren Angriffe des Türkischen Militärs auf die Stadt Cizre. Mit Panzern und Scharfschützen wurden Teile der Stadt mehere Tage belagert und beschossen, über 20 Zivilist*innen wurden dabei getötet. Weiter gab es in den letzten Tagen unzählige massive Angriffe von Türkischen Faschist*innen und Nationalist*innen auf die kurdische Bevölkerung in der Türkei sowie Mitglieder*innen und Büros der Partei HDP (Halkların Demokratik Partisi – Demokratische Partei der Völker) die der kurdischen Bewegung nahe steht. Auf der Demonstration wurde sich auch durch Schilder und Parolen mit der in Deutschland nach §129b (terroristische Vereinigung im Ausland) verbotenen PKK (Partîya Karkerén Kurdîstan – Arbeiterpartei Kurdistans) soldarisch gezeigt. Genauso wurde immer wieder die Freilassung des in der Türkei Inhaftierten Abdullah Öcalan, dem Gründer der PKK und ein wichtiger Theoretiker für die kurdische Bewegung, gefordert. Die Demonstration wurde dann mit dem Singen des Liedes Çerxa Şoreşê vor dem Türkischen Generalkonsulat beendet. 

Am selben Tag gab es in verschiedenen Städten unter anderem in Hannover, Mannheim, Berlin und Bern gewaltsame Aktionen und Angriffe von Türkischen Faschist*innen. In Mannheim wurden kurdische Geschäfte attackiert, in Berlin haben Türkische Nationalist*innen gegen die PKK demonstriert dabei kam es zu auseinerndersetzungen am Kottbusser Tor, in Bern ist ein Türkischer Faschist mit seinem Auto in eine kurdische Demo gefahren nachdem diese schon mehrfach angegriffen wurde wobei mehrere Demonstrant*innen verletzt wurden. In Hannover gab es Protestaktionen gegen eine Demonstration Türkischer Nationalist*innen bei denen es zu Auseinandersetzung kam. Während einer solchen Auseinandersetzung wurde ein Kurde aus Rojava mit einem Messer eine schwere Stichverletzung am Hals zugefügt. Erst im Krankenhaus stabilisierte sich dann sein lebensgefährlicher Zustand nach einer Not-Operation. Nach diesem beinahe tödlichen Angriff nahm die Polizei mehrere kurdische Aktivist*innen fest und erteilte einigen weiteren die sich am Steintor in Hannover versammelten Platzverweise. Wir wünschen dem verletzten Genossen alles Gute und das er sich schnell von seinen Verletzungen erholt.

Ob Nazihooligans in Hamburg oder Türkische Faschist*innen in Hannover

Faşizme Karşı Omuz Omuza – Schulter an Schulter gegen Faschismus!

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