Rechte Gewalt in Berlin-Friedrichshain

Gewalttaten aus dem rechten Spektrum sind im Berliner Stadtteil Friedrichshain keine Randerscheinung. Doch der Vorfall des 12. Juli bildet den Höhepunkt in einer Reihe rechter Übergriffe in den letzten Jahren: In den frühen Morgenstunden verletzten vier Neonazis einen 22-Jährigen lebensgefährlich. Die Täter hielten sich am S-Bahnhof Frankfurter Allee auf und hatten zuvor bereits gewaltsam die Auseinandersetzung mit alternativ gekleideten Jugendlichen gesucht. Anschließend pöbelten sie wahllos Passanten an, bis sie schließlich den 22-jährigen, ebenfalls linken, Jugendlichen abfingen, ihn brutal niederschlugen und so lange auf ihn eintraten bis er das Bewusstsein verlor. Sie legten ihr wehrloses Opfer mit dem Gesicht zum Boden und traten auf seinen Hinterkopf, sodass er schwere Gesichtsverletzungen erlitt und mit Hirnblutungen ins Krankenhaus eingeliefert wurde.
Seit dem Übergriff bekundeten Tausende AntifaschistInnen in Berlin und anderenorts ihre Solidarität mit dem Opfer und machten deutlich, dass rechte Gewalt nicht geduldet wird. Obwohl nach dem Vorfall auch massive Medienhetze gegen Antifaschismus betrieben wurde, setzten die zahlreichen Soli-Aktionen ein eindrucksvolles Zeichen gegen das brutale Vorgehen der Neonazis in Friedrichshain. Unter anderem gab es am Wochenende in Berlin eine Demonstration mit 4000 Teilnehmer_innen.

Presseberichte und weitere Infos zu dem Vorfall und den Soliaktionen unter:
Antifa Friedrichshain
Indymedia
Tagesspiegel
taz

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