Jüdisches Denkmal und jüdischer Friedhof in Rheine geschändet

In der Nacht von Samstag (08.03.2008) auf Sonntag (09.03.2008) wurde das jüdische Denkmal an der Salzbergenerstraße Ecke Neuenkirchenerstrraße und der jüdische Friedhof an der Mühlenstraße von Neofaschisten mit Hakenkreuzen und rechten Parolen beschmiert.

Der Gedenkstein für die ehemalige jüdische Synagoge an der Salzbergenerstraße wurde in der Nacht vom 08. auf 09. März 2008 mit einem Hakenkreuz besprüht, der Gedenkkranz, der in Gedenken an die Opfer des Holocaust von der Stadt Rheine davor niedergelegt wurde, wurde ebenfalls beschädigt.
Auch die Gedenktafel am jüdischen Friedhof an der Mühlenstaße wurden mit SS – Runen und einem Hakenkreuz verunstaltet, auf die Umrandungsmauer „Glaubt nicht ihren Lügen“ gesprüht, dies ist als aktive Holocaustleugnung und absolute Verneinung der Shoa zu verstehen.Die Auswahl der Ziele lässt auf eine geplante Aktion schließen, da der jüdische Friedhof an der Mühlenstraße nicht sehr bekannt ist.

Des Weiteren wurden mehrer Nazischmiererein im Innenstadtbereich (Emstribühne; Ketteler Ufer), an der Salzbergenerstraße und Riegelstraße gesprüht. Einige Stolpersteine, die an während der NS-Zeit deportierte und ermordete jüdische Mitbürger aus Rheine erinnern, wurden übersprüht. In der selben Nacht versammelten sich rechtsradikale Jugendliche aus Rheine mit Baseballschlägern bewaffnet an der Emstribüne, bedrohten Passanten und brüllten faschistische Parolen. Ob diese allerdings im Zusammenhang mit den Schmierereien zu sehen sind, lässt sich nur vermuten.

Dieser Vorfall ist nur der Höhepunkt einer Kette von Neonazi Schmiererein, denn auch schon vor ca. drei Wochen wurden an einem Fabrikgebäude an der Hovestraße und an Bushaltestellen Hakenkreuze gesprüht.

Das Hakenkreuz am jüdischen Denkmal an der Salzbergenerstraße wurde bereits von aufmerksamen Mitbürgern abgedeckt.

Dieser Beitrag wurde unter (Anti-)Faschismus, Antisemitismus abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.