Interessante Termine in nächster Zeit

Es stehen einige Termine in nächster Zeit in Münster an. So gibt es ein erneutes Treffen am Sonntag (25.11.) wegen der Repression gegen Aktivist_innen gegen den 1000Kreuze Todesmarsch im März, ein Freiraumwochenende vom 31.10-1.11 in der Baracke, eine Podiumsdiskussion am 06.11.09. zu den aktuellen Aufständen im Iran und einen Workshop zu Antifa und Männlichkeit am 14.11..

zu dem Antirepressionstreffen am 25.11. in der Baracke
In den letzten Tagen haben einige Jugendliche Anklageschriften, sowie einige ältere Aktivist_innen Strafbefehle zugestellt bekommen. Das ist für uns, und auch für den deswegen kontaktierten Anwalt zwar unverständlich, weil in Bielefeld 3 ähnliche Verfahren bereits eingestellt wurden, aber das normale juristische Prozedere. Um trotzdem das weitere Vorgehen zu besprechen oder einfach aktuelle Fragen dazu zu klären gibt es ein erneutes Treffen am 25.10. um 11Uhr in der Baracke. Sollten Betroffene nicht zu diesem Termin können, können sie sich gerne direkt an die Schwarz-Rote Hilfe oder an repression-maerz@riseup.net wenden.

Das Freiraumwochenende in der Baracke geht vom 31.10. um 11 Uhr bis zum 1.11..
Es wird dort Workshops, Vorträge, Vokü und ein Konzert mit Guts Pie Earshot geben! In den letzten 2 Jahren wurden sich mit allein 4 Besetzungen in Münster immer wieder temporäre Freiräume erkämpft. Freiräume, in denen Kultur und Politik gemacht wurde – ohne über die nächste Miete nachdenken zu müssen. Freiräume, die wir uns genommen haben – ohne zu fragen, ohne zu betteln. Freiräume, in denen Utopien ausprobiert wurden, denn natürlich stoßen wir in ihrer Umsetzung auch immer wieder an unsere eigenen Grenzen, reproduzieren häufig das, was wir kritisieren und reiben uns am eigenen Anspruch. Frei- Raum zu haben heißt noch nicht gleich frei zu sein. Und weil bisher in besetzten Häusern in Münster bisweilen die Zeit und Ruhe fehlten, Themen, die zu Freiräumen dazu gehören, zu besprechen, gibt es vom 31.10.09 – 1.11.09 ein Freiraumwochenende, an dem wir von A wie Antirepressionstipps und Antisexismus über S wie soziale Kämpfe in der Stadt und Selbstverteidigung bis V wie politischer Veganismus informieren wollen. Außerdem gibt es veganen Brunch, Vokü sowie Konzert und Filme. Nähere Informationen zu Ort und Zeit findet ihr auf www.besetzt.de.ms

Die Podiumsdiskussion zum Iran mit dem Titel: „30 Jahre Islamische Republik – Der Iran zwischen religiöser Diktatur und Revolte“ findet am Freitag den 06.11.2009 um 18:00 Uhr in der Soziologie (Scharnhorststraße 100) statt. Nach drei Jahrzehnten islamischer Diktatur brodelt es gewaltig im Iran. Auslöser für den massenhaften Protest von Millionen von Menschen war der all zu offensichtliche Wahlbetrug, der den Präsidenten Ahmadinejad in seinem Amt bestätigen sowie die Stabilität des Regimes insgesamt festigen sollte.
Vielen Menschen im Iran geht es aber um weit mehr als um Neuwahlen. Sie fordern ein Ende des auf der Sharia basierenden Tugendterrors, sie kämpfen für den Sturz der Islamischen Republik.
Mit der Veranstaltung möchten wir eine Analyse der islamischen Diktatur vornehmen und einen genaueren Blick auf die verschiedenen Oppositionellen Strömungen werfen. Ferner wird die enge wirtschaftliche Verflechtung deutscher Unternehmen mit dem iranischen Regime sowie die diesbezügliche deutsche Außenpolitik beleuchtet und die Frage aufgeworfen, wie eine praktische Solidarität mit den Protesten im Iran aussehen kann.
Es referieren: Wahied Wahadat-Hagh, Hamid Mohseni, Stephan Grigat
Die Veranstaltung wird organisiert von: den Referaten für politische Bildung der AStAen der Uni und FH, dem Referat für Frieden und Internationalismus, den Gruppen Antifa Linke und et2c aus Münster und den UIJSPA aus Köln.

Last but not least gibt es am 14.11. um 12:00 Uhr im Don Quijote (Scharnhorststr. 57) einen Workshop Antifa und Männlichkeit. Bei dem Workshop soll folgenden Fragen nachgegangen werde:

Was ist überhaupt Männlichkeit? Was macht Antifa-Politik aus und wieso ist sie an so vielen Punkten besonders bei jungen Männern beliebt? Warum gibt es auch in der Antifa Unterdrückungsverhältnisse? Die Gesprächs- und Entscheidungsstrukturen und die Ausrichtung der Antifa-Politik gehören auf den antisexistischen Prüfstand.
Wir reden über Symbole und Idole, um Tücken der alltäglichen Antifaarbeit, samt Heldentum und Revierverhalten. Unterdrückungsmechanismen schaffen sich aber nicht von selbst ab, nur weil sie vielfach in Diskussionen erkannt und benannt werden. Es geht also um die Entwicklung neuer Perspektiven und um konkrete Umsetzungsmöglichkeiten.
Veranstaltet von dem Frauenreferat, dem Referat für Frieden und Internationales und der Antifa AG des AStA Uni Münster. Da es eine Teilnehmer_innenbegrenzung auf 20 Personen gibt, wird um eine vorherige Anmeldung unter asta.friedeninternat@uni-muenster.de gebeten.

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