Keine Satire: Lüdinghausener nach Lutherzitat wegen Gotteslästerung verurteilt. #jammerchristen

„Wir pilgern mit Martin Luther:
Auf nach Rom!
Die Papstsau Franz umbringen.
Reformation ist geil!“

Ein abgewandeltes Lutherzitat (dieser rief damals auf Papst Leo umzubringen) brachte einem Lüdinhausener heute eine Verurteilung wegen „Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsvereinigungen“ ein. Laut Urteil sind die Sprüche öffentliche Beschimpfungen der christlichen Kirchen und damit dazu geeignet, den öffentlichen Frieden zu stören, schreibt Spiegel online.

Albert Voß beklebt seit einiger Zeit regelmäßig die Heckscheibe seines Autos mit verschiedenen Zitaten, häufig Bibelverse. Er will damit darüber aufklären, was eigentlich so alles in der Bibel steht, neben den „netten“ Sachen. Für alle Nicht-Lüdinghausener*innen betreibt er außerdem die Homepage Spruchtaxi, auf der er Fotos von der Heckscheibe veröffentlicht – so können wir alle was davon haben.

Jesus

Der ehemalige Lehrer will gegen das Urteil in Berufung gehen. Recht so! Es kann nicht sein, dass 2016 immer noch Menschen verurteilt werden, weil sie die Gefühle irgendwelcher Spinner*innen verletzen, indem sie deren eigenen Bücher und Gelehrten zitieren. Uns fragt auch keine*r, ob es unsere Gefühle verletzt, wenn wir uns an jeder dritten Ecke einen halb verhungerten und halb Nackten, gefolterten Hippie am Kreuz angucken müssen.

Wir werden den Prozess weiter verfolgen und hoffen, dass dieser Unsinn am Ende mit einem Freispruch endet! Falls nicht wird Gotteslästerung zur Pflicht!

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