Unser Redebeitrag zum 8. Mai 2012 über sekundären Antisemitismus

Nationalkonservative, neofaschistische und so genannte „rechtspopulistische“ Parteien boomen quer durch den Kontinent. Beflügelt durch die systemimmanenten aktuellen und aktuellsten Krisen des Kapitals – Dotcom-Blase, Immobilienkrise, Bankenkrise, Schuldenkrise – eilen sie von Wahlerfolg zu Wahlerfolg. In ihrem Windschatten gedeiht die aggressive Suche nach Schuldigen und Sündenböcken. In Westeuropa werden derzeit vor allem Muslime sowie Zuwandernde aus Ost- und Südosteuropa zu den Hauptverdächtigen erklärt. In Osteuropa sollen vor allem Roma die vermeintliche Wurzel allen Übels sein. An der gemeinsamen EU-Außengrenze bekämpfen Ost wie West Flüchtlinge und Menschen, die eine bessere Zukunft suchen, bis in den Tod.

Deutschland ist im Hinblick auf den europaweiten Boom der Rechtsaußen-Parteien unübersehbar eins der Nachzügler: Gemessen an Wahlprozenten sind entsprechende Formationen hier bislang weitgehend bedeutungslos oder können nur sporadisch punkten. Doch allein der Sarrazin-Hype zeigt eindrücklich, was auch in Deutschland wieder möglich ist. Die Frage ist auch, ob die etablierten Parteien durch ihre Politik nicht bereits das meiste von dem vertreten, was in anderen Staaten rechtsaußen Parteien fordern.

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Stolberg: Gemeinsam den Naziaufmarsch blockieren!

Am kommenden Samstag, den 07.04.12, planen Neonazis einen Aufmarsch durch das Städtchen Stolberg bei Aachen.

Die EAM unterstützt die Aktivitäten gegen den geplanten Naziaufmarsch sowie den Aufruf des Stolberger Aktionsbündnisses.

Die wesentlichen Informationen zu den Gegenaktivitäten (Anreise, EA-Nummer, Ticker, Karte etc.) finden sich hier.

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Zweifel gehören dazu?!

Schwierigkeiten und Fragen innerhalb selbstorganisierter antisexistischer Unterstützungspraxen

Findet in einem sozialen Zusammenhang ein sexualisierter Übergriff statt, so entstehen dadurch besondere Anforderungen an das Umfeld der betroffenen und der als übergriffig empfundenen Person. Insbesondere dann, wenn zu beiden Personen enge Beziehungen bestehen, geraten die Unterstützer_innen in (innere) Konflikte. Es drängen sich Fragen auf wie z.B.:
Wie kann ich als Unterstützer_in damit umgehen, wenn die Forderungen der betroffenen Person meine Kapazitäten übersteigen oder sich Zweifel in mir regen?
Welchen Umgang wählen, wenn sich der_die Täter_in nicht an die Forderungen der betroffenen Person hält bzw. erklärt sie seien unangemessen ?…

In feministischen/ antisexistischen Kontexten wurden in den letzten 40 Jahren Konzepte zum Umgang mit sexualisierter Gewalt entwickelt, in denen Schlagworte wie „Parteilichkeit“, „Definitionsmacht“ bzw. „-recht“, und „betroffenenkontrollierter Ansatz“ eine Rolle spielen. Diese Konzepte werden ständig weiterentwickelt, beeinflusst durch gesellschaftliche Entwicklungen, praktische Erfahrungen und Kämpfe von sozialen Bewegungen. So wiesen schwarze Feminist_innen in den 80er Jahren darauf hin, dass Herrschaftsverhältnisse miteinander verwoben sind (zum Beispiel Rassismus und Sexismus) und forderten eine Hinterfragung des bis dahin dominanten Verständnisses der Kategorie Frau. Eine weitere gesellschaftliche Veränderung ist, dass heute mehr Aufklärung in Bezug auf sexuelle Gewalt durch die in der zweiten Frauenbewegung erstrittenen Beratungsstellen besteht.
Durch Input von Menschen aus unterschiedlichen Praxisfeldern (soziales bzw. politisches Umfeld/ AntiRaCamps/ Beratungsstelle/Telefondienst) gibt es die Möglichkeit ohne konkreten Handlungsdruck unterschiedliche Grundsätze und Konzepte von Unterstützungspraxis kennen zu lernen, Fragen zu stellen und zu diskutieren.

Freitag 16.03.2012, 20:00 Uhr, krachtz – Nieberdingstraße 8

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Auch 2012 gegen 1000 Kreuze!

Zum wie­der­hol­ten Mal wol­len am 10. März 2012 christ­lich-​fun­da­men­ta­lis­ti­sche Ab­trei­bungs­geg­ner_in­nen unter dem Motto „1000 Kreu­ze für das Leben“ durch Müns­ters In­nen­stadt zie­hen. Sie selbst geben als ihr Haupt­an­lie­gen an, mit ihrem Ge­bets­zug ein „Zei­chen zum Ge­den­ken der 1000 Kin­der [Em­bryo­nen], die an einem ge­wöhn­li­chen Werk­tag in Deutsch­land ge­tö­tet wer­den,“ set­zen zu wol­len. Als weiße Holz­kreu­ze tra­gen­de Pro­zes­si­on geben diese Chris­t_in­nen nicht nur ein gro­tes­kes Bild ab, mit ihren re­ak­tio­nä­ren Po­si­tio­nen pro­pa­gie­ren sie ein, frau­en­feind­li­ches, se­xis­ti­sches und ho­mo­pho­bes Welt­bild. Be­reits in den letz­ten Jah­ren or­ga­ni­sier­te sich da­ge­gen viel­fäl­ti­ger Pro­test und auch in die­sem Jahr sol­len die re­ak­tio­nä­ren Po­si­tio­nen nicht un­wi­der­spro­chen blei­ben.

Plakat

Schwan­ger­schafts­ab­bruch ist Frau­en­recht – § 218 ab­schaf­fen!
An der Ent­schei­dungs­frei­heit eines Men­schen dar­über, wel­che Ein­grif­fe an dem ei­ge­nen Kör­per vor­zu­neh­men sind, spie­gelt sich in­di­vi­du­el­le Frei­heit, Men­schen­wür­de und Selbst­be­stim­mung. Unter dem Deck­man­tel des „Schut­zes un­ge­bo­re­nen Le­bens“ for­dern die selbst­er­nann­ten „Le­bens­schüt­zer“ nichts an­de­res, als die Be­stim­mung über den Kör­per von Schwan­ge­ren. Der Ver­such Frau­en zu zwin­gen, sich und ihren Kör­per in den Dienst der „Le­bens­ret­tung“ eines Em­bryos und der Re­pro­duk­ti­on der Ge­mein­schaft zu stel­len, ist Aus­druck einer ge­walt­vol­len Zu­schrei­bung, die Frau­en zu Ge­bär­ma­schi­nen de­gra­diert und ihnen das Recht auf ei­ge­ne Be­dürf­nis­se, Über­zeu­gun­gen und ein selbst­be­stimm­tes Leben ab­spricht. Mit der Be­haup­tung Schwan­ger­schafts­ab­bruch sei Mord und die ab­ge­trie­be­nen Em­bryos be­reits Kin­der wird ver­sucht, ma­ni­pu­la­tiv mo­ra­li­schen Druck auf schwan­ge­re Frau­en aus­zu­üben und ge­sell­schaft­li­che Em­pö­rung zu schü­ren. Die an­geb­li­che Zahl von 1000 ‚er­mor­de­ten‘ Em­bryo­nen ent­behrt jeder sta­tis­ti­schen Grund­la­ge und ist frei er­fun­den.
Jeder Mensch muss das Recht auf einen selbst­be­stimm­ten Um­gang mit dem ei­ge­nen Kör­per haben! Trotz­dem sind Schwan­ger­schafts­ab­brü­che in der BRD nach wie vor nicht legal, son­dern wer­den nur unter be­stimm­ten Vor­aus­set­zun­gen (z.B. Zwangs­be­ra­tung, me­di­zi­ni­sche In­di­ka­ti­on) nicht mehr straf­recht­lich ver­folgt. Des­halb bleibt die For­de­rung nach einem un­ein­ge­schränk­ten Recht auf Ab­trei­bung, ohne Zwangs­be­ra­tung und ohne Be­vor­mun­dung be­ste­hen! (mehr …)

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Soli Konzert am 25.02.

Nazis stoppen, fundamentalistische Abtreibungsgegner_innen abservieren!

Samstag, 25.02.2012 // 19:30h (Einlass 18:30h) // Baracke, Scharnhorststr. 100

Kommenden März wollen sowohl Nazis (03.03.) als auch christliche „Lebensschützer“ (10.03.) durch die Straßen Münsters marschieren. Die beiden gruseligen Grüppchen werben – jede auf ihre Art und Weise – für einen gesellschaftlichen Kurs Richtung Rechtsaußen.

Auch deshalb laufen Nazis immer mal wieder gerne bei den „Lebensschützern“ mit – weil man sich in so manchen Punkten durchaus einig ist: Ausgrenzung homosexueller Menschen, die Bekämpfung bisheriger Fortschritte auf dem Gebiet der Gleichberechtigung der Geschlechter oder die wirre Sorge um ein imaginäres „Aussterben“ vermeintlicher „Völker“ sind nur einige der unzeitgemäßen Gemeinsamkeiten.

Uneinig ist man sich darin, wie weit man die Uhr zurückdrehen will: Die einen bis in den Nationalsozialismus; die anderen bis ins Mittelalter.

Rote Karte im Doppelpack!
Ganz klar, dass beides nicht klar geht – sondern unseren entschiedenen Widerspruch verdient! Also, lasst uns feiern und uns warm tanzen – für einen heißen März in Münsters Straßen!

ab 19:30h: Konzert mit Chungin and the Strap-on Faggots (Electropunk/Tallinn, Estland) // The Langoliers (Skatepunk/Bielefeld) // Pragmatic (Hardcore/Beelen)

 

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365 / 24 / 7 Nazis stoppen, Abtreibungsgegner*innen abservieren, den kapitalistischen Verhältnissen den Kampf ansagen!

365 / 24 / 7
Nazis stoppen, Abtreibungsgegner*innen abservieren,
den kapitalistischen Verhältnissen den Kampf ansagen!

Am 03.03.2012 wollen Nazis erstmals seit langer Zeit wieder versuchen ihre menschenverachtende Ideologie in Münster auf die Straße zu tragen. Zudem soll eine Woche später, am 10.03. ein weitere Aufmarsch christlich-fundamentalistischer Abtreibungsgegner*innen stattfinden.
Warum wir nicht nur die anstehenden Aufmärsche blockieren werden, sondern auch die positive Aufhebung der bestehenden Verhältnisse anstreben, wollen wir im Folgenden grob skizzieren. Für uns liegt das Problem nämlich nicht nur darin, dass Nazis und Abtreibungsgegner*innen in Münster marschieren. Uns geht es um die Aufhebung der gesamtgesellschaftlichen Verhältnisse, die aus sich heraus immer wieder jenen Ideologien Vorschub leisten, welche die Nazis und Abtreibungsgegner*innen ausmachen. Dabei erklären wir uns solidarisch mit den Opfern von nazistischer Gewalt und mit den von alltäglichem Rassismus, Antisemitismus und Sexismus Betroffenen. (mehr …)

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Gegen den Volkstrauertag!

Am Sonntag, den 13. November 2011, dem so genannten „Volkstrauertag“, wird bundesweit und auch in Münster „der Kriegstoten und der Opfer der Gewaltherrschaft aller Nationen“ gedacht. Der jährlich stattfindende, staatliche Gedenktag hat eine lange Tradition seit der Weimarer Republik. Damals zunächst als Tag der Trauer für die gefallenen deutschen Soldaten des Ersten Weltkriegs eingeführt, wurde er im Nationalsozialismus als „Heldengedenktag“ zum staatlichen Feiertag erkoren. So wurde aus einer nationalistisch-militaristischen Tauerfeierlichkeit die „Heldenverehrung“ von Wehrmacht und NSDAP. Sie beinhaltete den eindringlichen Appell, „Helden“ hätten sich bedingungslos „für Führer, Volk und Vaterland“ zu opfern.

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Rundgang und Vortrag zu Münsters Militärdenkmälern

Sonntag 13.11.2011 \\ 10:30 Uhr \\ Start: am ehemaligen Lindenhof, Promenade/Stadtbad Mitte \\ Abschluss: Frauenstr. 24

Im Schlossgarten steht ein Kriegerdenkmal mit der Inschrift „Ob auch alles um uns sank, lasst uns nicht entarten, haltet Schwert und Ehre blank! Unsere Toten – warten.“ Das war im Gedenken an den ersten Weltkrieg die Vorbereitung auf den Zweiten.

Auf dem Denkmal am Hindenburgplatz gegenüber dem Dt.-Nl. Korps wird der toten deutschen Soldaten von Stalingrad erinnert. Polemisch gefragt: Ist das die ideologische Vorbereitung für heutige und zukünftige Kriege?

Am „Volkstrauertag“ gedenken andere Leute ihrer toten Soldaten oder “Helden”. Dagegen wollen wir an diesem Tag einen kritischen Stadtrundgang zu einigen Münsteraner Militärdenkmälern durchführen und im Anschluss in einem Vortrag+Diskussion über Sinn und Unsinn von militärischer Propaganda diskutieren.

Es lädt ein: VVN-BdA Münster in Zusammenarbeit mit der Emanzipatorischen Antifa Münster

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Vortrag: „Es war eben so willkürlich“– Antisemitismus als Herrschaftsverhältnis in der DDR

Freitag 18.11.2011, 20 Uhr Im: Krachtz- Linker Infoladen am Nieberding 8, MS

Mit dem AK „Stalin hat uns das Herz gebrochen“ der Naturfreundejugend Berlin

Voller Enthusiasmus remigrierten jüdische Kommunist_innen nach dem Sieg über Nazi-Deutschland in die Sowjetische Besatzungszone (SBZ), um sich am Aufbau des Sozialismus zu beteiligen. Mit dem antifaschistischen und antikapitalistischen Selbstverständnis des jungen Staates galt es, das notwendig falsche Bewusstsein der Bevölkerungsmehrheit, die sich noch wenige Jahre zuvor für Nationalsozialismus, Antisemitismus und Rassismus begeistert hatte, zu überwinden. Doch die Bindung der SED an Stalin führte schnell zur bitteren Enttäuschung. Im Zuge der stalinistischen „Säuberungen“ Anfang der 1950er Jahre wurden in den in Osteuropa stattfindenden Schauprozessen antisemitische Ressentiments mobilisiert. Auch in der DDR wurden Kommunist_innen durch ihre eigenen Genossinnen und Genossen aufgrund ihrer jüdischen Herkunft als „Zionisten“, „westliche Spione“ und „Kosmopoliten“ diffamiert.
Mit der Veranstaltung sollen die Verschiedenen Aspekte des Antisemitismus in der Politik der SED, aber auch in der Bevölkerung vorgestellt und anhand von Thesen diskutiert werden. Es wird der Fragen nachgegangen: Wann und wo die Brüche lagen, bei denen autoritäre Parteipolitik revolutionäre, emanzipatorische Positionen ausschlossen und sich antisemitischer Rhetorik und Praxis bediente wurde? (mehr …)

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Manifest: Für ein Europa der Humanität und Solidarität

Sechs Einsprüche gegen das Grenzregime

I.

Das Mittelmeer wird zum Massengrab der namenlosen Flüchtlinge. Die Zahl der Ertrunkenen steigt. Die EU verschließt den Schutzsuchenden aus Nordafrika den Zugang, überlässt sie in unwirtlichen Wüstenlagern entlang der tunesisch-libyschen Grenze sich selbst.

Allein in den ersten sieben Monaten dieses Jahres sind 1,674 Flüchtlinge im Kanal von Sizilien ertrunken. Berichte über unterlassene Hilfeleistung durch Militärverbände oder kommerzielle Schiffe mehren sich. Das Flüchtlingsdrama im Mittelmeer verschärft sich – und Europa schaut zu. Menschen, die ihnen in Seenot helfen, werden angeklagt. Selbst eine spanische NATO-Fregatte, die im Meer vor Libyen Bootsflüchtlinge vor dem Ertrinken rettete, durfte keinen europäischen Hafen anlaufen und wurde gezwungen, die unerwünschten Passagiere in Tunesien von Bord zu bringen.

Die europäische Grenzschutzagentur Frontex steht für den Ausbau eines tödlichen Grenzregimes, das unsere „Welt der Freiheit und Demokratie“ vor dem Begehren der globalen Armen „schützen“ will. Dieses Grenzregime ist eine der größten direkten Menschenrechtsverletzungen, die im Namen der EU begangen wird. Der tägliche Tod an den europäischen Außengrenzen ist eine Folge davon. 60 Jahre nach dem Ja zur Genfer Flüchtlingskonvention ist es höchste Zeit, die Solidarität mit den Schutzsuchenden zu erbringen, zu der sie uns verpflichtet. Das Sterben an den Außengrenzen muss aufhören.

Wir wollen ein anderes Europa. Ein Europa, das wirklich für die Ideen der Humanität und Freiheit aller Menschen steht. (mehr …)

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Rassismus in der Leistungsgesellschaft und die Sarrazindebatte

Freitag 21.10.2011, 20 Uhr

Im: Krachtz- Linker Infoladen am Nieberding 8, MS

Die “Sarrazindebatte” führte zu einer breiten gesellschaftlichen Verschiebung nach rechts, enttabuisierte rassistisches Denken und verband in besonderer Weise Rassismus mit Elite- und Nützlichkeitsdenken.

Der Ende August erschienene Sammelband “Rassismus in der Leistungsgesellschaft” fragt nach den Hintergründen und Bedingungen für die Erfolgsgeschichte des Sarrazin-Buches. Wie ist die ‚Sarrazindebatte‘ mit hegemonialen Diskursen und Bestrebungen von Teilen der Elite verbunden? Wie werden die Themen Einwanderung und Ökonomie, Rassismus und Leistungsgesellschaft miteinander verknüpft?

Sebastian Friedrich, Herausgeber des Sammelbandes, wird in der Veranstaltung einen Überblick zu diesen Debatten geben und den Sammelband vorstellen.

Über den Autor: Sebastian Friedrich lebt in Berlin, ist Redakteur von kritisch-lesen.de, freier Mitarbeiter der Opferberatungsstelle ReachOut Berlin, Aktiv bei KOP (Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt), Mitglied des AK Rechts und der Diskurswerkstatt des Duisburger Instituts für Sprach- und Sozialforschung (DISS) und aktiv im Netzwerk der edition assemblage in Münster.

Eine Veranstaltung des AstA der Uni Münster- Projektstelle Rassismuskritik,
in Zusammenarbeit mit edition assemblage

www.asta.ms
www.edition-assemblage.de/

http://krachtz.blogsport.eu/

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Reader zur extremen Rechten im Kreis Warendorf

Das antifaschistische Netzwerk Kreis Warendorf hat eine umfangreichen Chronik zur extremen Rechten im Kreis veröffentlicht. Die Chronik behandelt hierbei extrem rechte Organisationen und Organisationsversuche im Kreis Warendorf. Und betrachtet deren Aktivitäten, kommentiert diese kritisch und verbindet sie mit weitergehenden Hintergrundinformationen über die extrem rechte Szene im allgemeinen. Zudem gibt es eine ausführliche – wenn auch bei weitem nicht komplette – Beschreibung von Vorfällen mit extrem rechtem Hintergrund im Kreis.

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Infoveranstaltung gegen den Naziaufmarsch in Hamm

21. September 2011 // 19.00 Uhr // Kulturkneipe F24 // Frauenstraße 24 Münster


Am 1. Oktober wollen Neonazis in Hamm aufmarschieren. Die „Kameradschaft Hamm“, eine seit vielen Jahren aktive Neonazi-Gruppe, versucht seit dem vergangenen Jahr einen weiteren regelmäßigen Termin im Demo-Kalender der Szene zu etablieren. Dem jährlichen „nationalen Antikriegstag“ im September in Dortmund soll fortan ein jährlicher Aufmarsch unter dem Motto „Den deutschen Volkstod stoppen! Wir lassen uns nicht BRDigen“ folgen. Angekündigt sind Redner von „Freien Kameradschaften“ und NPD/JN und ungefähr 400 Teilnehmenden.

In Hamm haben sich die politischen Jugendverbände zusammen geschlossen, um den Protest gegen den Naziaufmarsch gemeinsam zu organisieren. Geplant ist ein Demonstration unter dem Motto „Gemeinsam. Gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung! Für eine freie Welt ohne Grenzen!“. Obwohl in Hamm seit 2003 etliche Naziaufmärsche stattgefunden haben, herrschte bislang in weiten Teilen der Stadt die Auffassung vor, durch Ignorieren würde sich das Problems von selbst wieder erledigen. Die antifaschistische Demonstration will deshalb deutlich machen, wie wichtig Protest und kontinuierlicher Widerstand gegen Neonazis sind.
Mit der Veranstaltung wollen wir Einschätzungen zu Situation in Hamm geben und die geplanten Antifa-Aktivitäten vorstellen. Am 1. Oktober wird es dann eine gemeinsame Anreise aus Münster geben.

Mehr Infos zu der Antifa-Demo in Hamm: okt1.noblogs.org
Veranstalter_innen: Antifaschistische Linke Münster & Emanzipatorische Antifa Münster

unterstützt von: Uni AStA

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Den Naziaufmarsch am 03.09. in Dortmund sabotieren, blockieren, verhindern!

—Weiter unten findet ihr Infos zur gemeinsamen Anreise aus Münster—

Für den 03.09.2011 mobilisieren Neonazis wieder zum so genannten Nationalen Antikriegstag nach Dortmund. Den seit 2005 jährlich stattfindenden Aufmarsch werden sie auch in diesem Jahr wieder dazu nutzen, um einen völkischen Antikapitalismus und Antiimperialismus zu propagieren, der stets mit Rassismus, Antisemitismus, Antiamerikanismus und Geschichtsrevisionismus einhergeht.
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Was ist eigentlich Antiziganismus?

Antiziganismus kann als erste Annäherung an den Begriff zunächst mit „Zigeunerfeindlichkeit“ übersetzt werden. Das Problem dieser Übersetzung liegt zum Einen im Begriff „Zigeuner“, als stigmatisierende Fremdbezeichnung der Mehrheitsgesellschaft, und zum Anderen im Begriff „Feindlichkeit“, da Antiziganismus nicht erst mit Abwertung oder Gewalt gegen die bezeichnete Gruppe beginnt. Diese Übersetzung ist demnach lediglich als erste Annäherung und nicht zur weiteren Arbeit zu gebrauchen. Antiziganismus zu erklären, sowohl im Hinblick auf seine Entstehung, als auch – damit einhergehend – auf seine Funktionen, ist Ziel des vorliegenden Textes. Um ein Ressentiment zu verstehen, ist es nicht notwendig die davon betroffene Gruppe zu analysieren, denn mit ihr haben die Ressentiments in der Regel wenig zu tun, umso mehr jedoch mit der Verfasstheit der Mehrheitsgesellschaft. Daher werden die historischen Veränderungen ökonomischer und politischer Art in der Gesellschaft zur Entstehungszeit verschiedener antiziganistischer Stereotype untersucht. Am Ende wird es einen kurzen Vergleich zwischen Antisemitismus und Antiziganismus ziehen, da beide Herrschaftsstrukturen zahlreiche Parallelen aufweisen. (mehr …)

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Grenzenlos? – Vortrag + Diskussion zu FrauenLesbenTrans*-Räumen

Verschoben ist nicht aufgehoben! Die Infoveranstaltung zu FrauenLesbenTrans*-Räumen, die eigentlich am 15.07. stattfinden sollte findet nun am
Freitag 19.08.2011, um 20:00 Uhr, in der  Nieberdingstraße 8
statt.

Autonome Organisierung von Feministinnen sorgen häufig für ein gewisses Unbehagen. Vor dem Hintergrund der Forderung nach Dekonstruktion werden Ein- und Ausschlüsse entlang der Kategorie Geschlecht in Frage gestellt. Aber warum eigentlich erkämpfen sich auch die immer wieder „Freiräume“, „FLT-Räume“, die diese Forderung teilen? Warum müssen die eigentlich erkämpft werden und sind nicht selbstverständlich? Was hat das mit Macht zu tun? Und was verbirgt sich hinter dem sperrigen Begriff des “strategischen Essentialismus”? Diesen Fragen wird die Referentin nachgehen und viel Raum für Diskussionen lassen.

Organisiert von der Emanzipatorischen Antifa Münster und dem Frauenreferat des AStA der Uni Münster

 

open to all gender
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WHAT THE FUCK – Gegen den Papstbesuch in Berlin

Weitere Infos gibts auf der Seite, von der der Aufruf auch herkommt: http://whatthefuck.blogsport.de/

Am 22. September wird Joseph Aloisius Ratzinger Berlin besuchen. Das verdiente an sich keine große Aufmerksamkeit, wenn er nicht von vielen hundert Millionen Verblendeter als „Benedictus PP. XVI“, als Stellvertreter eines übermenschlichen Wesens auf der Erde, angesehen und verehrt würde. Was sich anhört wie ein UFO-Kult, ist im Falle der Katholischen Kirche leider traurige Realität.

Wir nehmen den Besuch dieses Menschen also zum Anlass, unsere grundsätzliche Kritik an Religion, an der Katholischen Kirche im Speziellen und an diesem Papst im Besonderen Ausdruck zu verleihen und rufen hiermit dazu auf, diese Kritik auf der Straße und bei den verschiedenen Veranstaltungen zu verdeutlichen. Denn Joseph Ratzinger ist ein Mensch, dessen Denken und Äußerungen sich großzügig aus dem Pool reaktionärer Ideologien speisen. Antisemitismus, Sexismus, Homophobie und Rassismus sind die tragenden Pfeiler seines erzreaktionären Weltbildes. Wenig verwunderlich also, dass ausgerechnet er sich an der Spitze eines Systems wiederfindet, das seit Jahrhunderten die Herrschaft von Menschen über Menschen bereitwillig legitimiert und die Gegnerschaft zu Emanzipation und befreiter Gesellschaft verkörpert wie kaum ein anderer. (mehr …)

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Filmvorführung: femme*femme*femme

Montag 20.06.2011, 20:00 Uhr , XYZ* Nieberdingstr. 8
Mit Anwesenheit und hoffentlich netter Diskussion mit dem Filmemacher 

“Bewusst gewählt ist ihre Femininität, berichten die drei Interviewten in Anton Binnigs Film “femme*femme*femme”.
Der Dokumentarfilm gibt drei Femmes viel Raum, ihre ganz individuellen Konzepte von Femme-Sein vorzustellen. Vor der Kamera reflektieren die drei persönliche Erfahrungen und ihr vielschichtiges Verhältnis zu dieser bewusst gewählten Identität. Entstanden ist ein Film über drei  Femmes, mit ernsten und witzigen Geschichten und einer unüberhörbaren, solidarischen Kritik an der queeren Szene. Wie werden Femmes gelesen, wer nimmt sie wahr und wie? Zu wenig war die einhellige Antwort auf die letzte Frage, oft genug nicht “richtig” und im schlimmsten Fall als Hetera. Die Innensicht – hart erarbeitete Femininität oder Femmeness – und die Außensicht oder Außen-Unsichtbarkeit als queeres Subjekt auszubalancieren war für die drei Interviewten eines der zentralen Themen: Femme als Gender, als eigenständige Geschlechterrollenidentität kommt selten vor – selbst bei Butch/Femme nur hinter dem Schrägstrich, wie eine der Frauen bemerkte. Der Film verbindet Oral History, mündlich überlieferte Geschichte, mit Kunst. Graffiti von berühmten Namen werden gesprüht, Anziehpuppen mit den aufregendsten Gender Expressions versehen und Menschen mit interessanten Masken tanzen unscharf in dunklen Kellern.”

Eine Veranstaltung der GRRRLS* UNITED in Kooperation mit uns

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Ladyfest Münster 2011

 

Das LadyfestMünster ist ein unkommerzielles feministisches D.I.Y. (Do it yourself) -Festival, das von einer Gruppe von feministischen Leuten organisiert wird. Insbesondere die in vielen Bereichen unterrepräsentierten FrauenLesbenTrans (*) haben hier die Möglichkeit, ihr Wissen in Form von Workshops oder Vorträgen zu vermitteln und zu teilen sowie mit Bands aufzutreten, zu performen oder Kunst auszustellen.
Das LadyfestMünster soll ein ‘offenes Ladyfest’ sein, das bedeutet, dass nicht nur Ladie_z (**) angesprochen werden, sondern auch männlich definierte Menschen, sofern sie die Ladyfest-Idee unterstützen, an den Veranstaltungen teilnehmen können. Trotzdem werden einzelne Veranstaltungen nur für bestimmte Gruppen geöffnet sein, diese werden im Programm entsprechend gekennzeichnet sein!

weiterlesen bei http://ladyfestms.blogsport.de/

(*) Trans oder Transgender ist ein Oberbegriff für alle Personen, für die das gelebte Geschlecht keine zwingende Folge des bei der Geburt zugewiesenen Geschlechts ist. Es umfasst pre-, post- und non- operative Transsexuelle, Transidente, Transvestiten und alle Menschen, die die gesellschaftlichen Geschlechtergrenzen durchbrechen.
(**) Der Begriff „Lady“ umfasst alle Menschen, die sich den klassischen Männlichkeits- und Weiblichkeitsrollen nicht unterwerfen wollen oder können, und Lust haben in einem queer- feministischen Setting mitzuwirken.

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Sprachkritik & Neueröffnung

“Offizielle” Eröffnung des XYZ*

Seid Ostern wird am Nieberding 8 ordentlich gebaut und eingeräumt. Jetzt sind wir endlich soweit den Laden so richtig mit euch zu eröffnen. Zum Einstieg gibt es am 20.05. einen kleinen Vortrag um 19h “Meinst du was du sagst? Sagst du was du meinst?”, der sich mit einem emanzipatorischen Sprachgebrauch auseinandersetzt.
Ab 18:30h erwartet euch leckeres veganes Essen und im Anschluss an den Vortrag noch ein gemütlicher Kneipenabend mit Bier oder Mate. Bei schönem Wetter werden wir diesen nach draußen auf die Terasse verlagern.
Wir freuen uns auf dich und deine Freund*innen! Mehr zu dem Vortrag:

Über theoretische Sprachkritik und linke Realitäten

Hast du schon häufiger in linken Kreisen zu hören bekommen, dieses oder jenes Wort solle nicht benutzt werden? Und nun fragst du dich, warum sich manche Leute über so Kleinigkeiten aufregen, wo es doch deiner Meinung nach auf den Inhalt ankommt? Wir versuchen zu erklären, warum es auf das Wie des Sprechens ankommt und warum das Teil politischer Praxis ist. Oder ärgerst du dich darüber, immer wieder Begriffe wie “Hurensohn” oder “Fotze” auf Antifa-Demos hören zu müssen? Dann wollen wir versuchen dir ein paar Argumentationsstrategien mit auf den Weg zu geben, um dagegen
vorzugehen.
Konkret heißt das: Wir wollen in dem Vortrag versuchen zu erklären, wie Sprache wirkt, und analysieren, welche Rechtfertigungsstrategien gegen die Forderung nach einem emazipatorischen Sprachgebrauch vorgebracht werden. Um nicht völlig abstrakt zu bleiben, wird es auch beispielhaft um einige häufig gebrauchte Begriffe gehen.

\\ XYZ *\\ Nieberding 8 \\ 19.00 Uhr \\ 20.05.\\

————————————–

*leider hat der Laden noch keinen Namen, daher ist XYZ als Platzhalter zu verstehen

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8. Mai: Kundgebung und Zeitzeugengespräch

Veranstaltungen in Münster zum Tag der Befreiung von Krieg und Faschismus

A C H T U N G ! ! !

Die Kundgebung am Zwinger beginnt in diesem Jahr schon um

14:00 Uhr

Sonntag, 08. Mai 2011, 14:00h / 16:00h:Zeitzeugengespräch

Am Zwinger, Promenade/Ecke Kanalstraße, Münster

Das 8.Mai-Bündnis aus verschiedenen münsteraner Gruppen, denen der Antifaschismus ein besonderes Anliegen ist, lädt herzlich ein. Am 08.Mai 1945 wurde mit der Kapitulation Deutschlands das Ende des 2.Weltkrieges besiegelt. Wir wollen gemeinsam der Opfer des deutschen Faschismus gedenken. Wir wollen aber auch aus der Vergangenheit lernen und die Probleme der Gegenwart benennen.

16:00 Uhr: Zeitzeugengespräch mit Bert Woudstra (Enschede) im Gemeindesaal des Paul-Gerhardt-Hauses, Friedrichstr. 10, MS

Das 8.Mai-Bündnis Münster besteht aus:

Antifaschistische Linke Münster,Emanzipatorische Antifa Münster, Jugendantifa Münster, Linksjugend [´solid] Münster, Blumen für Stuckenbrock, F24-Kulturverein, Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes / Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten.

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Antifa-Party in Ahlen! Für eine starke und kritische linke Jugendbewegung!

\\ Freitag den 29.04.11 \\ Bürgerzentrum Schuhfabrik \\ Doors 21:00h \\ Ticket 3€

Es geht was im Kreis Warendorf! Fette Mukke gegen Nazis und andere Zombies! Dj Frzzz and Special Guest werden das Büz mit spacigem Electropunk zum Beben bringen. Außerdem gibt es Antifa-Infos für Interessierte.
Support your local Antifa Ahlen!

More? Visit: netzwerkwaf.blogsport.de \\ antifahlen.blogsport.de

Nazis und Rassist_innen, Sexist_innen etc. sind unerwünscht – absolutely no entrance

 

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Grawertstraße lebt!

Am 25. März wurde die bis dahin leersthende Grawertstraße wieder neubewohnt und das ganz ohne Mietvertrag. Die Nutzung richtet sich gegen den Leerstand von Wohnungen, obwohl weiterhin dringend Wohnraum benötigt wird. Wir begrüßen die Wiederaneignung und wünschen den Bewohner_innen viel Erfolg. Mehr Infos zu der Aktion und einen super Veranstaltungskalender gibt es unter: grawertstrasse.blogsport.de/

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PM: zu den Gegenprotesten am 12.03.11

Ob Kinder oder Keine bestimmen wir alleine!

Ob Kinder oder Keine bestimmen wir alleine!

Wir dolumentieren im folgenden die Pressemitteilung des Bündnisses gegen1000kreuze.

Am heutigen Samstag, den 12.03.2011, fand zum wiederholten Male in Münsters Innenstadt der sogenannte „1000-Kreuze-Marsch“ von fundamentalistischen Christ_innen statt, mit dem sie sich gegen das Recht auf einen Schwangerschaftsabbruch wenden. Im Gegensatz zu den letzten Jahren waren sie mit lediglich 70 Teilnehmenden in ihrer Zahl deutlich weniger. Zum zweiten Mal hat sich in diesem Jahr wieder das Bistum Münster von ihnen distanziert und ihnen keine Kirche zum Beten zur Verfügung gestellt, ein klarer Erfolg der bisherigen Proteste.

Heute demonstrierten ca. 300 Menschen unter dem Motto „Fundamentalistische Christ_innen abschirmen“. Im Zuge dieses Mottos kamen mehrere Regenschirme zum Einsatz, auf denen die Parole „My Body My Choice“ zu lesen war.

„Mir ist es wichtig, dass Menschen, die Abtreibung mit dem Holocaust vergleichen, nicht unkommentiert durch Münster laufen können. Jede Frau hat das Recht über ihren Körper selbst zu bestimmen“, so Judith Kessler, eine der Demonstrierenden. Sie und viele andere begleiteten die Demonstration der Christ_innen mit kreativen Störaktionen, zum Beispiel mit Konfetti, Kondomen und Glitzer.

Nur sehr verspätet konnten die Christ_innen mit ihrer Demonstration beginnen, da mehrere Menschen rund um den Aegidiikirchplatz die Zugänge blockierten. Einer der Blockierenden, Kim Wagner: „Das Weltbild der Christ_innen beschränkt sich nicht nur auf die strikte Ablehnung des Selbstbestimmungsrechts von Frauen über ihren Körper, sondern beinhaltet auch eine strikte Ablehnung von Homosexualität und allem anderen, was nicht in ihr rechtskonservatives Bild passt. Homosexualität wird von ihnen sogar als Krankheit bezeichnet.“

 

Neben der massiven Verzögerung und der lautstarken Begleitung während des Gebetszuges mussten die Fundamentalist_innen zudem auf ihr traditionelles Abschlussritual verzichten und ihre Route verkürzen.

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Fundamentalistische Christ_innen abschirmen!

Für den selbstbestimmten Umgang mit dem eigenen Körper – Für das
Recht auf Schwangerschaftsabbruch!

Plakat

Plakat

Zum wiederholten Mal wollen am 12. März 2011 christlich-fundamentalistische Abtreibungsgegner_innen ab 14.30 Uhr unter dem Motto „1000Kreuze für das Leben“ durch Münsters Innenstadt ziehen. Sie selbst geben als ihr Hauptanliegen an, ein „Zeichen zum Gedenken der 1000 Kinder, die an einem gewöhnlichen Werktag in Deutschland getötet werden,“ setzen zu wollen (übrigens eine Zahl, die laut des statistischen Bundesamtes weit übertrieben ist). Bereits in den letzten 2 Jahren organisierte sich vielfältiger Protest gegen diese Prozession und auch in diesem Jahr soll jene aus den folgenden Gründen reaktionäre Position nicht unwidersprochen bleiben.

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Info- und Mobilisierungsveranstaltung/-treffen gegen den Naziaufmarsch in Wuppertal am 29.01.

Unter dem lächerlichen Motto “Gegen Antifaschismus und linke Gewalt! – Weg mit dem Autonomen Zentrum” wollen Nazis aus der Region am Samstag, den 29. Januar 2011 das erste Mal seit 42 Jahren eine Demo in Wuppertal-Elberfeld durchführen. Laut Naziseite ist der Startpunkt der Demo um 12.00 Uhr am Wuppertaler Hauptbahnhof. Anmelder ist der Möchtegern Hitler von Köln Axel Reitz.

Die sich sonst so militant gebenden „Nationalen Sozialisten Wuppertal“ beschweren sich mit weinerlichen Ton, dass sie in Wuppertal nicht ungestört Flugblätter verteilen können und wollen nun unter massivem Polizeischutz zum Autonomen Zentrum marschieren, um für „freie Meinungsäußerung für Nationale Sozialisten“ zu demonstrieren. Diese Provokation werden wir nicht hinnehmen.

Infoveranstaltung am 21.01.2011 um 19 Uhr im Don Quijote, Scharnhorststraße 57.

Bei der Veranstaltung wollen wir auch über eine gemeinsame Anreise am 28. und/oder 29.01. nach Wuppertal sprechen.

Eine Veranstaltung des Wuppertaler Bündnisses gegen den Naziaufmarsch, organisiert von der Emanzipatorischen Antifa Münster.


Aktuelle Infos zum Stand des Aufmarsches und der Gegenproteste findet ihr unter : http://actiondayswpt.blogsport.de/

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Nazis blockieren – Extremismusquatsch und Opfermythen bekämpfen

Am 13. Februar 2010 haben wir in Dresden mit entschlossenen Blockadeaktionen den größten und wichtigsten Naziaufmarsch Europas in Dresden verhindert. Wir haben den Rahmen des symbolischen Protests verlassen und mit der Aktionsform Massenblockade den kollektiven Ungehorsam auch nach Dresden getragen. Mit Tausenden von Menschen, haben wir den Ort der Auftaktkundgebung der Nazis umzingelt und konnten so den Naziaufmarsch verhindern. Die Nazis mussten völlig frustriert die Heimreise antreten.

Auch im kommenden Februar werden wir den geplanten Naziaufmarsch in Dresden verhindern. Dazu werden wir wieder mit Tausenden von Menschen Massenblockaden errichten und mit allen solidarisch sein, die unser Ziel der Verhinderung des Aufmarsches teilen. (mehr …)

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alle Jahre wieder…

Wie bereits in den letzten Jahren, so werden auch in diesem Jahr wieder fundamentalistische Christen versuchen in Münster gegen das Selbstbestimmungsrecht von Frauen, die sich zu einer Abtreibung entschlossen haben, zu hetzen. Um diesem gesellschaftspolitischen Backspin  auch in diesem Jahr etwas entgegen zusetzen laden wir euch am 16.01. (16.00 Uhr) zu einem Vorbereitungstreffen in das Don Quijote (Scharnhorststr. 57) ein.

Lasst uns gemeinsam ein deutliches Zeichen gegen christlichen Fundemantalismus und für das Selbstbestimmungsrecht über den eigenen Körper setzen!

Bringt Ideen für einen breiten kreativen Protest mit.

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PM: Keine Abschiebungen nach Kosovo und Serbien. Abschiebestop für alle.

Wir dokumentieren hier eine gemeinsame Pressemitteilung der antirassistischen initiative Münster, Emanzipatorische Antifa Münster, Antifaschistisches Netzwerk Münster- und Osnabrückerland, Antifaschistische Linke Münster, AStA der Fachhochschule Münster

Am Dienstag den 07. Dezember soll eine weitere Sammelabschiebung per Charterflug von Düsseldorf in den Kosovo stattfinden; zwei Tage später am Donnerstag, den 09.  Dezember eine weitere nach Serbien. Unter den Betroffenen sind auch  Roma, Ashkali und Ägypter_innen, welche als Minderheiten dort systematische Diskriminierungen, gewaltsame Übergriffe und gesellschaftlicher Ausschluss erwartet. Während die
Nachricht über abgeschobene Roma aus Frankreich  in der bundesdeutschen Öffentlichkeit für Aufsehen und Empörung sorgte, gerät in den Hintergrund, dass seit Sommer  2009 rund 10.000 seit langem in Deutschland lebende Roma und andere Minderheiten aus dem Kosovo permanent von der Abschiebung bedroht sind. (mehr …)

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Kalenderblatt Dezember 2010

Im letzten Monatsblatt unseres Kalenders für das Jahr 2010 muss das Alien leider wieder nach Hause. Aber natürlich nicht ohne vorher alles zu ändern, was in den Monaten vorher so alles gestört hat. Eine Übersicht darüber gibt es hier.

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Konzert & Party & linke Politik

Am 11.12. findet in der Barcke eine Vorstellung verschiedener linker Polit-Gruppen aus Münster statt. Drumherum gibt es veganes Essen, Konzert & Party.

18:00 Uhr Infostände + Essen gegen Spende

ab 20 Uhr Konzert mit The Clean Sheets & Blockshot

danach noch Disco + performance act

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Kalenderblatt November 2010

Leider muss unser Alien feststellen, dass es in Münster kein soziales Zentrum gibt. Das muss sich dringend ändern. Mehr Infos findet ihr unter www.besetzt.de.ms und bei uns.

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Den Nazis in Hamm und Ahlen entgegentreten!

Am Abend des 22.10 wollen Neonazis in Ahlen in Form einer Kundgebung gegen einen angeblichen “Volkstod” am Ahlner Bahnhof krakeelen. Das selbe soll es dann am nächsten Tag in Hamm in Form einer Demonstartion gegben. Wir rufen dazu auf, die lokalen Antifaschist_innen zu unterstützen und den Nazis und anderen armen kleinen Deutschen das Wochenende gehörig zu verderben.

das Wochenende gehörig zu verderben.
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Kalenderblatt Oktober 2010

Ein bischen verspätet, das Oktober Kalenderblatt, in dem ein häßliches Wiedervereinigungsdenkmal  an der Promenade umgestaltet wird. Mehr zu unserer Kritik am Nationalismus hier.

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1000 KREUZE IN DIE SPREE!

In Berlin ist es am 18.09. wieder soweit, christliche Fundamentalist_innen, demonstrieren gegen das Selbstbestimmungsrecht über den eigenen Körper, nämlich für ein generelles Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen. Gleichzeitig werden sie auch Homosexualität als Krankheit benennen, ihre repressive Sexualmoral verkünden und die Shoa mit Abtreibungen gleichsetzen. Betend und singend werden sie innerhalb einer absurden Prozession mit 1000 weißen Kreuzen durch Berlin ziehen, während sie scheinheilg Abtreibung mit Mord gleichsetzen, aber mit keinem Wort die an illgealen Abtreibungen gestorbenen Frauen erwähnen. Wir rufen dazu auf, diese religösen Fundamentalist_innen zu stoppen und die Demonstration, wie auch dieses Jahr in Münster, massiv zu stören.

Gegen den religösen Backslash! Pro Choice!

mehr Infos zu den Gegenaktivitäten gibt es hier.

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Kalenderblatt September 2010

Hier das September Blatt unseres Jahreskalenders für das Jahr 2010, in diesem Monat ist das Alien mit einer Gruppe Nazis konfrontiert, die es als zu gelb an sehen.

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Kalenderblatt August 2010

Hier das August Blatt unseres Jahreskalenders für das Jahr 2010, in diesem Monat geht es um die Miltarisierung der Öffentlichkeit, u.a. durch öffentliche Gelöbnisse. Für eine größere Version klickt einfach auf das Bild.

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Kalenderblatt Juli 2010

Hier das Juni Blatt unseres Jahreskalenders für das Jahr 2010, in diesem Monat setzen wir uns mit Fussball-Nationalismus auseinander. Für eine größere Version klickt einfach auf das Bild.

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Love soccer – no love for the nation

2010 – das Jahr der Herren-Fußball-WM in Südafrika. In der öffentlichen Wahrnehmung wird der Austragungsstaat zu einem großen Teil als Problem angesehen. Allein die Tatsache, dass es ein afrikanischer Staat ist, lädt zu europäisch-arrogantem Misstrauen. Denn Afrika – ein Kontinent, der in der öffentlichen Wahrnehmung ein einziger großer Staat ohne Unterschiede ist – gilt als Weltproblemzone Nr. 1 und wenn es nach dem Vereinspräsidenten von Bayern München geht, ist die Wahl Südafrikas als Austragungsort für die WM eine “Fehlentscheidung.” Grund dafür soll die hohe Kriminalitätsrate im Land und die vermeintlich mangelhafte Organisation des Events sein. Sollte die WM trotz aller schlechten Prognosen ein Erfolg werden, so ist das aus Sicht der europäischen Arroganz ein deutliches Zeichen für den Sieg der “westlichen Zivilisation”, da dieser nur auf Grund des westlichen Know-Hows stattfinden konnte.

Das tatsächliche Afrika – für die WM kein Thema

Wie bei allen sportlichen Großereignissen werden die eigentlichen Sportstätten von der Bevölkerung durch die verschiedensten Sicherheitsmaßnahmen abgetrennt und der Weltöffentlichkeit eine große „heile Welt“ vorgegaukelt. So lässt sich bei viel Bier im Stadion auch verdrängen, welche Verantwortung für das soziale Elend, in dem Millionen Menschen leben müssen, gerade Europa hat. Rund eine Milliarde Menschen leben unter unzumutbaren Bedingungen in Slums, in Südafrika auch als „Townships“ bekannt. Grund dafür sind die jahrzehntelangen Kolonisierungen und jahrhundertelangen Ausbeutungen – sowohl der Menschen, als auch der Rohstoffe. Eine Auseinandersetzung mit der Kolonialgeschichte fand und findet gerade in Deutschland nur sehr schleppend statt. So ist im allgemeinen historischen Gedächtnis lediglich verankert, dass Deutschland nicht derart kolonialisiert hat wie beispielsweise England oder die Niederlande. Doch es gab auch deutsche Kolonien und deutsche Interessen an der Ausbeutung ganzer Landstriche samt Einwohner_innen. Sichtbar wird das allen, die mit offenen Augen durch die Gegend laufen – auch in Münster. So steht beispielsweise am Ludgerikreisel ein Denkmal, welches den deutschen Soldaten zur Ehre gedenkt, welche sich 1904-1908 an der mordenden Niederschlagung des “Hereroaufstandes” im heutigen Namibia beteiligt haben. Ein bitteres Zeichen, was den wenigsten Urenkeln dieser Aufstandsbekämpfer, die während der WM auf dem Ludgerikreisel feiern werden, überhaupt ein Begriff sein wird. (mehr …)

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Kalenderblatt Juni 2010

Hier das Juni Blatt unseres Jahreskalenders für das Jahr 2010, in diesem Monat geht es um die Auländerbehörde. Für eine größere Version klickt einfach auf das Bild.

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Tag der Befreiung: Unser Redebeitrag

Am 8. Mai 2010 jährte sich zum 65. Mal der Jahrestag der Befreiung von Faschismus und Nationalsozialismus: Am 8. Mai 1945 zwangen die Armeen der Alliierten Nazi-Deutschland zur Kapitulation und befreiten nicht nur die wenigen, die den nationalsozialistischen Vernichtungswahn in den Konzentrationslagern überlebt hatten, sondern beendeten auch die Schreckensherrschaft der menschenverachtendsten Ideologie die dieser Planet bisher gesehen hat.

Im Gedenken an diesen Anlass hielten wir auf der jährlichen Kundgebung am Zwinger – dem damaligen Gestapo-Foltergefängnis für Münster und Umgebung – den folgenden Redebeitrag:
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Kalenderblatt Mai 2010

Hier das Mai Blatt unseres Jahreskalenders für das Jahr 2010, in diesem Monat geht es um die Vertreibung von Randgruppen aus der Innenstadt. Für eine größere Version klickt einfach auf das Bild.

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Kalenderblatt April 2010

Hier das April Blatt unseres Jahreskalenders für das Jahr 2010, in diesem Monat geht es um sexistische Werbung. Für eine größere Version klickt einfach auf das Bild.

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Schmuddel Gedenkdemo Dortmund

Auch in diesem Jahr wird es eine Demo in Dortmund auf Grund des Nazimordes an dem Punk Thomas „Schmuddel“ Schulz geben. Auch fünf Jahre nach der Tat ist es weiterhin wichtig an den Mord zu erinnern und darauf hinzuweisen, dass es in Dortmund weiterhin ein  massives Naziproblem  gibt. Deshalb dokumentieren wir im folgenden den Aufruf der Antifa Union Dortmund zur Demo am 03.04.2010 in Dortmund.
Wir fahren aus Münster gemeinsam mit dem Zug nach Dortmund. Treffpunkt dafür ist um 14.15 Uhr vor dem Hauptbahnhof.

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Berlin: Basisgewerkschaft – verboten!

FAU-kaempferisch verboten!

Der «Freie Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union» (FAU) Berlin wurde Anfang Januar 2010 durch das Landgericht Berlin verboten, sich als „Gewerkschaft“ oder „Basis-Gewerkschaft“ zu bezeichnen. Dies ist der vorläufige Höhepunkt einer Reihe von Versuchen des Kinobetreibers «Neue Babylon Berlin GmbH» juristisch gegen die stärkste und aktivste Arbeitnehmervereinigung im Betrieb vorzugehen. Dieser Angriff kommt einem Gewerkschaftsverbot gleich. Nach unserem Verständnis sind es immer noch die Beschäftigten selbst, die entscheiden, wie sie sich organisieren. Sollte dieser Beschluss Bestand haben, ist das nicht nur ein Angriff gegen die FAU Berlin, sondern gegen jede Form der unabhängigen Basisorganisierung in der Bundesrepublik Deutschland.

Die Emanzipatorische Aktion Münster _ Lotta antifascista (EAM_LA) unterstützt deshalb die FAU Berlin in ihrem juristischen und politischen Kampf gegen das De-Facto-Verbot und für Gewerkschaftsfreiheit.

Sonderseite zum De-facto-Gewerkschaftsverbot

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27./28.3. Duisburg: Gegen NPD und Pro NRW

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Für ein selbstbestimmtes Leben – Rechtes Märchenland zerlegen!

Aufruf des antifaschistischen Bündnisses gegen NPD, Pro NRW

und den kapitalistischen “Normal”zustand

Der März wird heiß
Die rechtspopulistische „Bürgerbewegung pro NRW“ kündigt für das letzte Märzwochenende eine „internationale Konferenz für die Einführung eines Minarettverbots“ an. Neben mehreren Aktionen im Ruhrgebiet, soll der Höhepunkt dieses Wochenendes ein „Sternmarsch“ am 28. März auf die Merkez-Moschee in Duisburg-Marxloh sein. Die Abschlußkundgebung ist von 11 bis 19 Uhr vor der Moschee angemeldet. Ganz in der Tradition der bereits gefloppten „Anti-Islamisierungs Kongresse“ in Köln kündigt pro NRW 1000 Teilnehmer_innen an.

Um im Blick auf die kommende Landtagswahl in NRW nicht ins Hintertreffen zu geraten, hat der Landesverband NRW der NPD vor, am gleichen Wochenende „zwei öffentlichkeitswirksame Aktionen in der Rhein-Ruhr Metropole Duisburg“ durchzuführen. Höhepunkt soll ebenfalls eine Demonstration am 28. März in Duisburg mit dem Motto „Der kulturellen, ethnischen und religiösen Überfremdung unserer Heimat entgegentreten – Keine islamische Machtsymbolik in unseren Städten und Gemeinden!“ sein. Am Vortag, dem 27. März, will die NPD-NRW eine Kundgebung vor der Merkez-Moschee durchführen.

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Münster: Aktion 302 lädt ein zur Vernetzung

refugees welcome

Der Münsteraner “Koordinationskreis gegen Abschiebungen in den Kosovo – Aktion 302″ lädt ein zur Vernetzung und gegenseitigen Unterstützung aller Gruppen, Initiativen und Organisationen, die die Abschiebungen von Roma verhindern wollen und sich für ein Bleiberecht für alle Roma einsetzen.

Der Koordinationskreis besteht derzeit aus der SOS Roma Initiative, der Flüchtlingsberatungsstelle GGUA, der Amnesty International Asylgruppe Münster, der Antirassistischen Initiative Münster, der CAJ, weiteren Organisationen, Initiativen und Einzelpersonen.

“Wir wollen den angehenden Abschiebungen von Roma in den Kosovo nicht tatenlos zusehen. Nach der landesweiten Demo in Münster im November 2009 (Bericht siehe z. B. hier) und kleineren Aktionen anlässlich der Sammelabschiebeflüge im Dezember und Januar nach Pristina muss es weiter gehen. (…)

Auch wenn aus Münster zur Zeit noch keine Abschiebungen in den Kosovo gemeldet werden, in umliegenden Kommunen und bundesweit sind sie die Regel.”

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Flop für „1000 Kreuze“ in Münster

Es folgt der Bericht von Indymedia:

Erfolgreiche Gegendemonstration für das Selbstbestimmungsrecht der Frau

Selbstbestimmungsbefürworter_innen bestimmen das Bild

Selbstbestimmungsbefürworter_innen bestimmen das Bild

Am Samstag, den 13. März versammelten sich rund 200  Demonstrant_innen für das uneingeschränkte Selbstbestimmungsrecht der Frau am Rathaus und auf dem Domplatz. Anlass war ein angekündigter „1000 Kreuze Marsch“ der evangelikalen Organisation „EuroProLife“, die mehrmals im Jahr derartige Märsche „gegen Abtreibung“ in verschiedenen Städten Deutschlands durchführt. Den Gegendemonstrant_innen gelang es, den christlich-fundamentalistischen Marsch über die gesamte Strecke kritisch und vielfältig kreativ in einem Ausmaß zu begleiten, dass von den selbst ernannnten nur knapp 100 „Lebensschützer_innen“ stellenweise kaum noch etwas zu sehen und zu hören war. Mit ausschlaggebend hierfür war auch, dass sich die Anzahl der marschierenden „Lebensschützer_innen“ im Vergleich zum letzten Jahr halbiert hatte. Dafür verantwortlich war sicherlich auch der Protest im letzten Jahr.

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13.03. – Nächster “1000 Kreuze”-Marsch

Für den selbstbestimmten Umgang mit dem eigenen Körper – Für das Recht auf Schwangerschaftsabbruch!

Zum wiederholten Mal wollen am 13. März 2010 christlich-fundamentalistische Abtreibungsgegner_innen ab 15:30Uhr unter dem Motto „1000Kreuze für das Leben“ vom Domplatz aus durch Münsters Innenstadt ziehen. Sie selbst geben als ihr Hauptanliegen an, ein „Zeichen zum Gedenken der 1000 Kinder, die an einem gewöhnlichen Werktag in Deutschland getötet werden,“ setzen zu wollen (übrigens eine Zahl, die laut des statistischen Bundesamtes weit übertrieben ist). Bereits im letzten Jahr organisierte sich vielfältiger Protest gegen diese Prozession und auch in diesem Jahr soll jene aus den folgenden Gründen reaktionäre Position nicht unwidersprochen bleiben. (mehr …)

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“1000 Kreuze”-Prozesse: 1x Freispruch – 3x Einstellung ohne Auflagen

Transparent vor dem GerichtsgebäudeWir dokumentieren an dieser Stelle wieder die Pressemitteilung der Antirepressionsgruppe:

Am Donnerstag, den 04.03. fanden erneut Prozesse vor dem Amtsgericht Münster gegen die GegendemonstrantInnen des 1000Kreuze Marsches vom März letzten Jahres statt. Der Vorwurf lautete erneut: Versammlungssprengung.

Der erste begann bereits um 9 Uhr morgens vor dem Erwachsenengericht. Nach ca. 1,5 Stunden Verhandlung inkl. der Vernehmung zweier Polizisten ließ die Beweisaufnahme auch für die Staatsanwältin keinen anderen Schluss zu als für die Angeklagte einen Freispruch zu fordern. Selbst die Polizisten betonten, dass die Gegendemonstration “vollkommen friedlich” vonstatten gegangen sei. Zudem hätte es an dem Tag noch andere Straßen als Ausweichroute für die christlich-fundamentalistische Gruppe “EuroProLife” gegeben. Allerdings hatte man aus unterschiedlichen Gründen davon abgesehen, es überhaupt zu versuchen, sie dort lang zu leiten. Ob nun eine grobe Störung der Versammlung, und somit eine “Versammlungssprengung”, stattgefunden habe, konnte dennoch nicht juristisch geklärt werden. Sowohl die Anwältin, als auch die Staatsanwältin, als auch die Richterin waren jedoch der Ansicht, dass die Angeklagt keine Straftat begangen habe und letztere fällte somit konsequenterweise einen Freispruch. (mehr …)

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Vorverurteilung vor Gericht ?!

erster Prozess nach Erwachsenenstrafrecht

Im folgenden dokumentieren wir hier die Pressemitteilung des Antirepressionstreffens zum ersten Prozess am 02.03.10:

Prozess gegen die KritikerInnen des 1000-Kreuze-Marsches musste vertagt werden, da das Gericht völlig unerwartet keine ZeugInnen geladen hatte.

Der erste Prozesstag:

Am Dienstag, den 02.03.2010 wurde vor dem Amtsgericht Münster einer der ersten Prozesse nach Erwachsenenstrafrecht eröffnet.

Wie geplant kamen zahlreiche Menschen aus verschiedenen Städten um die Angeklagten mit ihrer Solidarität und Anwesenheit zu unterstützen, die Öffentlichkeit über ihre Motivation, gegen die 1000 Kreuze Märsche Position zu beziehen, zu informieren und das unverhältnismäßig harsche, juristische Vorgehen gegen die Angeklagten zu kritisieren.

Um 9:00 begann der Prozess im bis auf den letzten Stuhl gefüllten Gerichtssaal. Viele der Unterstützer_innen fanden keinen Platz mehr. Die Staatsanwaltschaft verlas die Anklageschrift. Daraufhin bestritt der Anwalt des Beklagten diese Vorwürfe und plädierte auf Freispruch. Die Verhandlung wurde, zur Verwunderung fast aller Anwesenden, sehr bald nach Verlesen der Anklageschrift, neu terminiert, da die Richterin Frau Bruckmann nicht verhandeln wollte, ohne Zeugen gehört zu haben. Diese hatte sie aber nicht geladen. Der Verteidiger wie auch der Vertreter der Staatsanwaltschaft äußerten ihr Unverständnis darüber. (mehr …)

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Erster Prozess nach Erwachsenenstrafrecht

Im März 2009 demonstrierte die Organisation EuroProLife mit zahlreichen AnhängerInnen gegen das Selbstbestimmungsrecht von Frauen auf den Abbruch einer Schwangerschaft. Vertreten wurden zusätzlich unter anderem den NS relativierende Positionen, wonach durchgeführte Schwangerschaftsabbrüche „schlimmer“ seien als die Vernichtung des europäischen Judentums. Insgesamt lassen sich in dieser Organisation und dem Dunstkreis der AnhängerInnen reaktionäre, frauenverachtende, homophobe, antisemitische und rassistische Einstellungen ausmachen (siehe hier oder auch hier). (mehr …)

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Gegen Extremismus?

Der folgende “Aufruf zur kollektiven Verweigerung politischen Unsinns” stammt von der Initiative “Gegen jeden Extremismusbegriff”. Er problematisiert die sogenannte “Extremismustheorie”, die sich leider zunehmender Beliebtheit erfreut. Sie wird zunehmend eingesetzt, um linke Politik gleichzusetzen mit dem Rassismus, Antisemitus, Sexismus von Rechts.

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Kalenderblatt März 2010

Hier das dritte Blatt unseres Jahreskalenders für das Jahr 2010. Für eine größere Version klickt einfach auf das Bild.

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Vorbereitungstreffen gegen “1000 Kreuze”

Aufmarsch 2009

Aufmarsch 2009

Erneut wollen fundamentalistische Christ_innen mit weißen Holzkreuzen am 13. März durch Münster marschieren um ihrem reaktionären Menschen- und besonders Frauenbild Ausdruck zu verleihen (http://europrolife.com/147-0-News.html). Immer wieder versuchen evangelikale Gruppen (nicht nur) in Deutschland rechtlich gegen Abtreibungen, Homoehe und andere in ihren Augen unchristliche Machenschaften vorzugehen. Leider gewinnen sie immer mehr an Einfluss.

Wir denken unsere Proteste im letzten Jahr waren eindrucksvoll und sehr erfolgreich, da sie zum ersten Mal in Münster nicht ungestört marschieren konnten. Wir denken, dass die darauf gefolgte Repression kein Grund ist, sie dieses Jahr einfach so ungestört laufen zu lassen.

Deswegen möchten wir euch zu einen Vorbereitungstreffen für Gegenaktivitäten im Anschluss an das nächste Antirepressionstreffen, also am 28.02. ab 16Uhr in der Baracke, einladen. Wenn ihr euch bis dahin schon ein paar Gedanken dazu macht, wie der Protest dieses Jahr aussehen kann, wäre das von Vorteil.

28.02. 16Uhr Baracke

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Kalenderblatt Februar 2010

Hier das zweite Blatt unseres Jahreskalenders für das Jahr 2010. Für eine größere Version klickt einfach auf das Bild.

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Freiraum-/Häuserkampf in Berlin

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Neoliberale Stadtumstrukturierung ist kein münsteraner Phänomen. Dementsprechend ist auch die Auslagerung und Vertreibung aus der Innenstadt von bezahlbarem Wohnraum und die Zerstörung von Sozialen Zentren kein reines münsteraner Problem. Das spüren seit Jahren auch Berliner Aktivist_innen, die in autonomen Wohnprojekten leben oder alternative Zentren betreiben. Ganz aktuell ist beispielsweise die Liebigstraße von der Räumung bedroht, da den Bewohner_innen seit November keine Mietverträge mehr gewährt wurden.
Wir erklären uns solidarisch mit den Aktivist_innen rund um die Liebig 14 und hoffen, dass die Bewohner_innen noch lange in ihrem Haus wohnen können – ob mit oder ohne Verträge!

Was ihr tun könnt?
- Unterstützt den Aufruf, den ihr weiter unten lesen könnt.
- Organisiert Soliaktionen.
- Informiert euch weiter auf der Homepage des Wir bleiben Alle – Bündnisses
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Gegen den Naziaufmarsch in Dresden

Der folgende Aufruf stammt von dem Vorbereitungsbündnis No pasarán,

auf dessen Seite ihr auch mehr und aktuelle Infos findet.

Am Samstag, den 13. Februar – Naziaufmarsch entschlossen blockieren!!

Am Ort der Geschichte

Wir rufen alle Antifaschistinnen und Antifaschisten dazu auf, am 13. Februar dem Naziaufmarsch in Dresden entschlossen entgegenzutreten und ihn gemeinsam zu blockieren!
In dem bundesweiten Bündnis No pasarán! haben sich verschiedene linke und antifaschistische Gruppen zusammengeschlossen, um dem jährlich stattfindenden Nazigroßaufmarsch endlich ein Ende zu bereiten.
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Kalenderblatt – Januar 2010

Pünktlich zum neuen Jahr stellen wir das erste Blatt unseres neuen Jahreskalenders 2010 online. Für eine größere Version klickt einfach auf das Bild.

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Kalender für 2010

Wie angekündigt ist unser Kalender für das Jahr 2010 erschienen. Der Kalender erzählt die Geschichte von einem Alien, das auf der Erde in Münster landet und sich mit verschiedenen gesellschaftlichen Unzumutbarkeiten auseinandersetzen muss. Die Themen des Kalenders sind u.a.: Obdachlosigkeit, Militarismus und christlicher Fundamentalismus. Den Kalender erhaltet ihr gegen eine Spende von 2 bis 5 Euro in der Frauenstraße 24, im Cafe Malik, beim Unrast Verlag, bei roots of compassion, beim Rosta Buchladen und im Interkulturellem Zentrum “Don Quijote”. Der Erlöss des Kalenders fließt in die Kasse für Antirepressionsarbeit, die aufgrund von über 100 Strafverfahren gegen Aktivist_innen für das Recht auf Abtreibung, notwendig geworden ist.

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… fällt der Staatskasse zur Last!

So endeten die ersten Unrteilssprüche bezüglich der kritischen Begleitung des Aufmarsches fundamentalistischen Abtreibungsgegner_innen im März. Das heißt konkret zwei Verfahren gegen   Befürworter des Rechts auf Abtreibung wurden ohne weitere Auflagen eingestellt. Eine der beiden Einstellungen erfolgte nach Erwachsenenstrafrecht.  Das lässt hoffen, dass die restlichen über hundert Verfahren auch eingestellt werden. Weitere Infos zu den beiden Prozessen findet ihr bei der Schwarz-Roten Hilfe Münster.

Damit es auch weiterhin zu keinen Verurteilungen kommt, ist es wichtig politisch Druck zu machen und das Thema in der Öffentlichkeit bekannt zu machen. Hierzu wurde ein Flyer erstellt, den ihr hier als Druckvorlage herunterladen könnt, um ihn anschließend zu vervielfätigen und zu verteilen.

Ausserdem wurde ein offener Brief erstellt, der beim Bistum Münster nachfragt, warum das Bistum es duldet, dass Euro Pro Life  die Aegidiikirche nutzen darf, obwohl EuroProLife zusammen die Shoa relativiert und ein völkisch-nationalistisch für Abtreibung argumentiert. Den Brief möchten wir gerne an dieser Stelle dokumentieren:

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Redebeitrag: Demo gegen Roma-Abschiebung

Den rassistischen Normalzustand bekämpfen!

Am_21.November haben Hunderte in Münster gegen die drohende Abschiebung von Roma in das Kosovo demonstriert. Es wurde unter anderem ein gemeinsamer Redebeitrag der Antirassistischen Initiative Münster, der GGUA und von uns verlesen. Diesen Redebeitrag möchten wir an dieser Stelle dokumentieren:

September 2009, Kreis Steinfurt / Deutschland
In der Zeitung steht:

Sammelabschiebung: Vier Familien tauchen unter

Kreis Steinfurt – Am Montag wurden mehrere ausreisepflichtige Menschen aus dem Kosovo, die der Volksgruppe der Roma angehören, vom Flughafen Düsseldorf aus nach Pristina im Kosovo abgeschoben. Ausländerbehörden in ganz NRW waren beteiligt, auch der Kreis Steinfurt, wie am Montag die Leiterin des Kreis-Ausänderamtes, Gerda Kaumanns, bestätigte…

Ein exemplarischer Zeitungsartikel von vielen in den letzten Monaten.

Über was schreibt der Autor des Artikels eigentlich konkret?
Was  bedeutet eigentlich Abschiebung? Was steckt dahinter?  Was bedeutet das ganz konkret für die Flüchtlinge?

Es bedeutet auf der einen Seite, dass sich deutsche Ordnungsbehörden seit Monaten Gedanken machen, wie sie die Abzuschiebenden am besten und effektivsten  einfangen und ins gebuchte Flugzeug bekommen. Im Detail kann es heißen:  Observieren der Flüchtlingsunterkünfte von Zivilfahndern; Verhaftungen, nächtliche Polizeieinsätze, Hausdurchsuchungen, Gewaltanwendungen, Verhöre, wochenlanges Einsperren in Abschiebeknästen  usw.  Ein gut funktionierender Abschiebungsapparat mit allen erdenklichen polizeilichen und staatsanwaltschaftlichen Möglichkeiten.
Deutschland 2009. (mehr …)

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Incoming: Kalender 2010

Incoming Anfang Dezember ist es soweit, dann landet unser Comic-Jahreskalender für das Jahr 2010 – samt aufsässigem Alien – in Münster. Auf seiner Reise durch die Stadt wird es verschiedensten Widrigkeiten begegnen unter anderem: einem Marsch von fundamentalistischen Christ_innen, der Ausländerbehörde, deren Mitarbeiter verlangen, dass sich das Alien mit einem “Pass” ausweißt, der Bundeswehr – die wahllos herumballert – und einer Horde pöbelnder Nazis vor dem Hauptbahnhof. Wie das Alien mit all dem Mist fertig wird? Lest es selbst in unserem Kalender für 2010. Coming soon!

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Sa. 21.11.09 Demo in Münster: SOS – Keine Abschiebungen von Roma in den Kosovo!

Plakat zur Demo
Überregionale Demo Gegen Abschiebung
Samstag 21. November 2009
13 Uhr Hbf. / Berliner Platz in Münster (Westf.)

„Wir leben schon 20 Jahre zusammen, wir gehen zusammen in die Schule, wir arbeiten zusammen, wir spielen zusammen, wir tanzen zusammen, wir singen zusammen, wir sind sehr gute Freunde, wir lieben uns, wir bauen gemeinsam eine Zukunft auf. Das war bisher Deutschland für uns. Seit dem Frühjahr ist es jedoch die Hölle für uns. Wir haben Angst und wollen hier bleiben!“

In Deutschland sind fast 10.000 Roma akut von einer Abschiebung in den Kosovo bedroht. Beide Staaten haben in diesem Jahr ein Rückübernahmeabkommen verhandelt, in dem der Kosovo die Wiederaufnahme der von dort kommenden Flüchtlinge – auch von Roma und anderen Minderheiten – zusichert. Einige Bundesländer wie z.B. NRW und Niedersachsen haben allerdings schon im Frühjahr begonnen, das Abkommen umzusetzen und haben den bisherigen Abschiebungsschutz für Minderheiten aus dem Kosovo per Erlass aufgehoben. Erste Sammelabschiebungen haben bereits stattgefunden.

Die Abschiebungen in den Kosovo, wie sie aktuell vom deutschen Staat massenhaft vorbereitet werden, stellen für Roma und andere Minderheiten eine existentielle Gefahr dar. Die Situation im Kosovo hat sich für sie nicht gebessert, eine Perspektive auf ein würdiges Leben besteht dort nicht. Roma sind im Kosovo immer noch rassistischen Diskriminierungen und gewaltsamen Übergriffen ausgesetzt. Sie werden vom regulären Arbeitsmarkt sowie von Sozialleistungen faktisch ausgeschlossen. Eine medizinische Grundversorgung ist ebenso wenig gesichert. Sie erwartet ein Leben am Rande des körperlichen Existenzminimums in bleiverseuchten Flüchtlingslagern oder in Obdachlosigkeit.
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Interessante Termine in nächster Zeit

Es stehen einige Termine in nächster Zeit in Münster an. So gibt es ein erneutes Treffen am Sonntag (25.11.) wegen der Repression gegen Aktivist_innen gegen den 1000Kreuze Todesmarsch im März, ein Freiraumwochenende vom 31.10-1.11 in der Baracke, eine Podiumsdiskussion am 06.11.09. zu den aktuellen Aufständen im Iran und einen Workshop zu Antifa und Männlichkeit am 14.11..
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Mobiler Studientag zu Recht und Geschlecht

Am Freitag 30.10. finden Rahmen des mobilen Studientages drei Vorträge zum Thema Recht und Geschlecht statt. Ziel des Studientages ist es euch einen Einblick in die Legal Gender Studies zu ermöglichen.

Dazu werden folgende Workshops angeboten:
- Geschlechterverhältnisse in historischer Perspektive
- Race, Geschlecht und Recht
- Pornographie: Gewalt oder Kommunikation?

Die Workshops richten sich an Studierende aller Fachrichtungen, die sich für die Auswirkung von Geschlechterverhältnissen in der Gesellschaft und insbesondere in der Rechtswissenschaft interessieren.

Stattfinden wird das Ganze am Freitag den 30.10.2009 von 10 – 18 Uhr im Seminarraum S 124 der Scharnhorststraße 100 in Münster.

Weitere Informationen findet ihr unter www.feministisches-studienbuch.de
und in folgender Broschüre: mobiler Studientag, sowie kritische.juristinnen@yahoo.de

Veranstaltet wird der Studientag von den kritischen JuristInnen Münster, mit der freundlichen Unterstützunh des AStA der Uni Münster.

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Düsseldorf: Keine Bühne für den Aufruf zum Mord – Konzert abgesagt!!!-

Flyer

Flyer

Konzert abgesagt

Nach massiven Protesten hat das Mangemant des Rheingoldsaal einen Kurswechsel vollzogen. Marie-Christine Omnitz erklärte: “Die Veranstaltung am Freitag, 25.09.2009, mit dem Live-Act „Elephant Man“ wird nicht im Rheingoldsaal, Düsseldorf, stattfinden. (..)In Abstimmung mit der Polizei NRW, der Deutschen Bahn AG, Schwulen- und Lesbenverbänden sowie politischen Organisationen wurde beschlossen aufgrund des massiven Nachdrucks das Konzert mit dem Künstler „Elephant Man“ abzusagen.”
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Infos vom ersten Antirepressionstreffen

Bei dem Treffen wurde beschlossen, dass ein gemeinsames Vorgehen gegen die Kriminalisierung des Protestes wichtig ist. Deshalb bitten wir alle, nur den Anhörungsbogen A (die Personalien) an die Staatsanwalschaft zurück zu schicken und keine weiteren Angaben zur Sache zu machen.  Weitere Angaben helfen nur der Staatsanwaltschaft bei den Ermittlungen. Im weiteren wurde beschloßen, eine Pressemitteilung zu veröffentlichen, die wir hier dokumentieren wollen. Bei weiteren Fragen wendet euch bitte an repression-maerz@riseup.net

Protest gegen christliche Fundamentalisten hat ein Nachspiel

In den letzten Wochen erhielten knapp 110 Personen eine Mitteilung, dass ein Ermittlungsverfahren wegen vermeintlicher Versammlungssprengung gegen sie eingeleitet wurde. Hintergrund dieser Verfahren ist eine christlich-fundamentalistische Demonstration unter dem Titel „Helfer für Gottes kostbare Kinder“. Inhaltlich richtete sich die Demonstration gegen das Selbstbestimmungsrecht von Frauen und damit für die Aufrechterhaltung einer patriarchalen Gesellschaftsordnung. Diese Position sollte nicht unwidersprochen im öffentlichem Raum stehen bleiben, deshalb entschlossen sich ungefähr 200 Personen, die fundamentalistische und frauenverachtende Demonstration kritisch zu begleiten.

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Nach der Aktion ist vor der Repression…(2)

Gemeinsames Treffen am 19. September um 18.00 Uhr in der Baracke (Scharnhorststr. 100 Münster)

für alle die im Zuge des 1000-Kreuzemarsch im März 2009 Post von der Staatsanwaltschaft bekommen haben oder im Kessel waren und noch keine Post bekommen haben

Im März diesen Jahres sind zum wiederholten Mal die selbsternannten „Lebensschützer“ in Münster unter dem Motto „1000-Kreuze für das Leben“ aufmaschiert. Die überwiegend aus dem christlich-konservativen Spektrum stammenden Teilnehmer_innen des nach rechts offenen Gebetszugs demonstrierten gegen Abtreibung und damit gegen das Selbstbestimmungsrecht der Frau.

An dem Tag selbst ist es gelungen den 1000-Kreuze-Marsch für etwa 2 Stunden deutlich zu kommentieren, bis die Polizei schließlich begann zu kesseln. Nun haben mehr als 100 Personen Post von der Staatsanwaltschaft erhalten, die Strafanzeige gegen die Personen im Kessel gestellt hat.

Am 19. September um 18.00 Uhr ist daher ein gemeinsames Treffen geplant bei dem der gemeinsame Umgang mit der Repression besprochen werden soll und zu dem alle in diesem Zuge von Repression Betroffene eingeladen sind. Es werden auch Vertreter_innen der Schwarzroten Hilfe und ein Anwalt anwesend sein, die über die rechtliche Lage informieren und Fragen beantworten werden.

Wir raten bis zu dem Treffen noch nicht auf die Schreiben zu reagieren, da uns ein gemeinsamer Umgang wichtig erscheint.

Für genauere Infos und bei Fragen könnt ihr eine Mail an repression-maerz@riseup.net schreiben.

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Emsdetten: DettenRockt-Festival

DettenRockt-Plakat
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Infoveranstaltung zu Fundi-Christ_innen

Gegendemonstration // 03.09.2009 // 19.00 Uhr // Frauenstraße 24 //

Am Donnerstag, den 3. September, veranstalten das Antisexistische Bündnis Münster, das Frauenreferat des AStA der Universität und wir um 19.00 Uhr in der Frauenstraße 24 eine Infoveranstaltung zu den fundamentalistischen Christen, die dieses Jahr im März in Münster aufmarschiert sind.

Eine Referent_in des Antisexistischen Aktionsbündnis München wird über die bundesweiten Strukturen der christlichen Fundamentalist_innen und den Widerstand gegen diese informieren. Denn am 10.10.2009 planen christliche Fundamentalisten, die sich selbst als „Lebensschützer“ bezeichnen, einen „1000-Kreuze-Marsch“ durch München. Die Lebensschützer wollen der „Kinder“ gedenken, die jedes Jahr in Deutschland abgetrieben werden. Für die Leben der „Mütter“ interessieren sie sich einen Dreck.

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DO: Dem Naziaufmarsch entgegentreten!

// 05.09.2009 // 11 Uhr // Dortmund HBF //

Simply necessary.

Am 5. September wollen Neonazis ihren fünften “nationalen Antikriegstag” in Dortmund durchführen. Die jährlichen Aufmärsche haben sich zu einem der wichtigsten NS-Verherrlichungsevents der bundesdeutschen Neonazi-Szene entwickelt: Im letzten Jahr kamen über 1100 Nazis nach Dortmund.

Antifa-Gruppen mobilisieren bundesweit gegen diesen Naziaufmarsch.

Die Emanzipatorische Aktion Münster unterstützt den Aufruf des antifaschistischen s5-Bündnisses, dem geplanten Neonaziaufmarsch am 5. September in Dortmund entgegenzutreten. Warum wir dies tun und warum wir es wichtig finden, am 5. September genau wie an jedem anderen Tag den Nazis in Dortmund in die Suppe zu spucken – davon schreiben wir hier.

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Bleiberecht für alle

Aktionswoche gegen AbschiebungHier der Flyer zur Aktionswoche gegen Abschiebung in Münster:

Vom 22. bis zum 29. August protestieren wir im Rahmen der “Aktionswoche gegen Abschiebung” gegen die unmenschliche Flüchtlingspolitik Europas und insbesondere Deutschlands. Ein Blick in das Asylrecht und die Abschiebepraxis verdeutlicht die untragbaren Verhältnisse:

Asyl in der BRD unmoeglich

Seit der faktischen Abschaffung des Asylrechts 1993 gelingt es nur noch wenigen Flüchtlingen deutschen Boden zu betreten und hier einen Asylantrag zu stellen. Flüchtlinge, denen in ihrem Herkunftsland Verfolgung, Hunger und Tod droht, haben häufig nicht das Recht in Deutschland Asyl zu beantragen. Weil sie über so genannte “sichere Drittstaaten” einreisen, wird von ihnen verlangt dort Asyl zu beantragen. Somit hat sich die BRD ihrer Aufgabe, asylbedürftige Menschen aufzunehmen, entledigt, da Deutschland von “sicheren Drittstaaten” umgeben ist und die wenigsten Flüchtlinge per Düsenjet oder Schlauchbootfahrt bis zur Nordsee anreisen.
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Aktionswoche gegen Abschiebung in Münster

Gegen AbschiebungIn der Woche vom 23.08.-30.08. ist auch in Münster im Rahmen der Bundesweiten Aktionswochen gegen Abschiebung geplant, den Protest gegen Abschiebung in die Öffentlichkeit zu tragen. Es hat sich ein breites Bündnis gegründet, um die Woche mit vielfältigen Aktionen zu füllen. Gerade vor dem Hintergrund der drohenden Abschiebung der in Münster lebenden Roma in den Kosovo wird deutlich, mit welcher Gewissenlosigkeit Menschen aus Deutschland abgeschoben werden. Die drohende Abschiebung der Roma in den Kosovo – obwohl sie dort weiterhin verfolgt werden – ist allerdings leider kein Einzelfall. Immer wieder werden Menschen aus Deutschland in ihre angeblich “sicheren Herkunftsländer” abgeschoben, obwohl sie dort Folter oder Morddrohungen ausgesetzt sind, die nicht selten auch in die Tat umgesetzt werden. Diese unmenschliche Praxis gilt es zu stoppen.
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20. Juli: Bundeswehrgelöbnis in Berlin

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Der 20. Juli – nein, nicht 1944, sondern 2009 – und trotzdem fühlt man sich zurückgesetzt in vergangene Zeiten, wirft man einen Blick nach Berlin. Da stehen hunderte Soldaten stramm vor dem Reichstag und geloben den 2.400 geladenen Gästen – natürlich brüllend wie um sich selbst zu vergewissern, dass sie es auch wirklich so meinen – „der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen.” Abgeriegelt ist der Platz, Grundrechte sind wie auch schon beim G8-Gipfel in Heiligendamm vernachlässigenswert, wenn es darum geht, die Selbstbeweihräucherung zu gewährleisten. Vereinzelt dringen trotz allem Demonstrant_innen an das Geschehen heran und auch die Soldat_innen bekommen zu hören, dass sie in Wahrheit nichts als Mörder sind. Im Folgenden soll geklärt werden, wozu diese Gelöbnisse dienen und warum es richtig ist, gegen die Bundeswehr zu demonstrieren – auch oder vor allem am 20. Juli, einem so aufgeladenen historischen Datum.

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Rechte Gewalt in Berlin-Friedrichshain

Gewalttaten aus dem rechten Spektrum sind im Berliner Stadtteil Friedrichshain keine Randerscheinung. Doch der Vorfall des 12. Juli bildet den Höhepunkt in einer Reihe rechter Übergriffe in den letzten Jahren: In den frühen Morgenstunden verletzten vier Neonazis einen 22-Jährigen lebensgefährlich. Die Täter hielten sich am S-Bahnhof Frankfurter Allee auf und hatten zuvor bereits gewaltsam die Auseinandersetzung mit alternativ gekleideten Jugendlichen gesucht. Anschließend pöbelten sie wahllos Passanten an, bis sie schließlich den 22-jährigen, ebenfalls linken, Jugendlichen abfingen, ihn brutal niederschlugen und so lange auf ihn eintraten bis er das Bewusstsein verlor. Sie legten ihr wehrloses Opfer mit dem Gesicht zum Boden und traten auf seinen Hinterkopf, sodass er schwere Gesichtsverletzungen erlitt und mit Hirnblutungen ins Krankenhaus eingeliefert wurde.
Seit dem Übergriff bekundeten Tausende AntifaschistInnen in Berlin und anderenorts ihre Solidarität mit dem Opfer und machten deutlich, dass rechte Gewalt nicht geduldet wird. Obwohl nach dem Vorfall auch massive Medienhetze gegen Antifaschismus betrieben wurde, setzten die zahlreichen Soli-Aktionen ein eindrucksvolles Zeichen gegen das brutale Vorgehen der Neonazis in Friedrichshain. Unter anderem gab es am Wochenende in Berlin eine Demonstration mit 4000 Teilnehmer_innen.

Presseberichte und weitere Infos zu dem Vorfall und den Soliaktionen unter:
Antifa Friedrichshain
Indymedia
Tagesspiegel
taz

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19 Tage Soziales Zentrum

Frontansicht

Frontansicht

Es kam, wie es aus städtischer Sicht kommen sollte. Unmittelbar nach der Räumung der besetzten Gebäude am Mittelhafen rollten die Abrissbagger an. Zurück bleibt einmal mehr ein Schutthaufen…

Die Wiederbelebung der leer stehenden Stadtwerke-Gebäude dauerte zwar nur 19 Tage, ermöglichte aber vielen Menschen verschiedenen Alters einen tieferen Einblick in den Alltag eines soziokulturellen Zentrums. Jeden Tag kamen interessierte Personen vorbei, beteiligten sich an Plena und Arbeitsgruppen, besuchten Workshops, Konzerte und „Küche für Alle“ oder tranken Kaffee und besichtigten die Gebäude. Konnte sich das Kultur- und Veranstaltungsprogramm an der Grevener Straße durch die Einschränkungen der Wohnbebauung nur teilweise entfalten, lieferte das „Q8“ einen idealen Ort, um unkommerzielle und selbstverwaltete Strukturen aufzubauen und zu leben.
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Erklärung zum Zeitzeugengespräch vom 8. Mai

Gegen_AntisemitismusAm Abend des 8. Mai 2009 lud ein lokales antifaschistisches Bündnis, an dem auch die EAM_LA beteiligt war, zu einem Zeitzeugengespräch. Anlässlich des 64. Jahrestages der Befreiung vom Nationalsozialismus sprach Yakau Aronowitsch Raikhmann, jüdischer Zeitzeuge aus der Roten Armee, in der vollbesetzten Aula der Evangelischen Studierendengemeinde (ESG) Münster. Herr Raikhmann berichtete unter anderem über den Antisemitismus während der Stalin-Ära und die beruflichen Diskriminierungen, denen er deswegen ausgesetzt war.

Im Anschluss an den eindrucksvollen Lebensbericht von Herrn Raikhmann gab es die Möglichkeit, Fragen aus dem Publikum an den Vortragenden zu stellen. Im Zuge dieser Publikumsfragen kam es seitens einer Person zu einer antisemitischen Äußerung und einer Beleidigung von Herrn Raikhmann.
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Unser Kalender für 2009 ist online

Fotos und Texte unseres Kalenders  (“Freiraum” vs. Standort Münster)  findet ihr von nun an unter der Rubrik “Kalender 2009“!

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Demonstration gegen Abschiebungen

Der Abschiebestopp der seit Jahren hier lebenden Roma und Sinti wurde durch einen Erlass des  Nordrhein-Westfälischen Innenministeriums am 13.05.09 aufgehoben. Nun sind die in Münster lebenden Roma und Sinti akut gefährdet, abgeschoben zu werden. Deshalb ruft die Roma-Initative „Abschiebestopp – Bleiberecht“ auf, am 03.07. um 10.00 Uhr zum Domplatz zu kommen, um von dort aus unter dem Motto „ ABSCHIEBESTOPP-BLEIBERECHT FÜR ROMA“ zu demonstrieren.

Hier die Pressemitteilung der Initative:

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BUNDESWEHR-GELÖBNIS IN RHEINE STÖREN!

Am 29. Mai 2009 findet in Rheine ein öffentliches Gelöbnis der Bundeswehr auf dem Borneplatz statt. Anlässlich des 50 Jährigen Garnisonsjubiläums sollen hierbei die neuen RekrutInnen vereidigt werden.

„… mögliches Einsatzgebiet der Bundeswehr ist die ganze Welt”

(Zitat: Peter Struck, 2004 – damals Bundesverteidigungsminister)

Seit dem ersten Angriffskrieg mit deutscher Beteiligung in der Nachkriegsgeschichte (Jugoslawien,1999) befindet sich die Bundeswehr im Wandel von einer Verteidigungsarmee zu einer weltweit einsatzbereiten Interventionsarmee, um gemeinsam mit ihren Nato-Verbündeten ihre (militärischen, geopolitischen und ökonomischen) Interessen umzusetzen.

So trainieren beispielsweise seit einigen Monaten die Heeresflieger zusammen mit dem „Kommando Spezialkräfte“ für ihren Kriegseinsatz in Afghanistan und zukünftige Einsätze. Diese sollen zukünftig als „Eingreiftruppe“ der Bundeswehr agieren und auf der ganzen Welt Kriegseinsätze absolvieren können. Zusammen mit diversen anderen NATO- und EU-Truppen sollen sie für Deutschland und die EU den ungehinderten Zugang zu Ressourcen und die Durchsetzung ihrer politischen Interessen gewährleisten.

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8. Mai – Befreiung von Krieg und Faschismus!

Veranstaltungen in Münster:

18.00 Uhr – Gedenkveranstaltung
In Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus Zwinger, Promenade
20.00 Uhr – Zeitzeugengespräch
Yakau Aronowitsch Raikhmann, Zeitzeuge aus der Roten Armee, erzählt von seinen Erfahrungen im 2. Weltkrieg Aula der ESG, Am Breul 43
22.00 – Uhr Konzert
Mit Alpinist, Black Frieghter, Finisterre und Wrakk ND12, Nieberdingstr. 12 Veranstalter: ND12/DIY-Konzertgruppe

Veranstalter: Antifaschistische Linke Münster – Bar Antifascista – Emanzipatorische Aktion Münster – Lotta Antifascista – Forward [M] – Initiative “Blumen für Stukenbrock” – Linksjugend [solid] Münster – Kulturverein Frauenstraße 24 e.V. – Russischsprachige Studierendengemeinde – VVN/BdA

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28.03. – Gedenken an Thomas Schulz

Thomas_Schulz_Gedenkwall

Thomas_Schulz_Gedenkwall

Am 28. März 2005 wurde der Dortmunder Punk Thomas Schulz, aka „Schmuddel“, von einem Nazi-Skinhead der “Skinheadfront Dortmund Dorstfeld” ermordet. Der 17-jährige Sven Kahlin erstach Schmuddel abends an der zentral gelegenen U-Bahn-Haltestelle Dortmund Kampstraße. Zuvor hatte Schmuddel Kahlin wegen seiner rechtsradikalen Sprüche zur Rede gestellt.

Schmuddel verstarb noch an der Haltestelle. Wie bereits bei den durch den “Kameraden” Michael Berger begangenen Morden an drei PolizistInnen in Dortmund im Jahr 2000, feierte die lokale Naziszene den Mord. Auf einer rechtsradikalen Homepage gab man bekannt, die “Machtfrage” sei gestellt und “positiv beantwortet” worden. Darüberhinaus verklebte man Plakate, auf denen es hieß:

“Wer der Bewegung im Weg steht, muß mit den Konsequenzen leben”.

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Nach der Aktion ist vor der Repression…

Aussageverweigerung

Menschen, die aufgrund ihrer Teilnahme an den Blockaden und sonstigen Aktionen am 14.03. gegen den Aufmarsch fundamentalistischer Christ_innen in Münster in den nächsten Wochen und Monaten Post von Polizei und/oder Staatsanwaltschaft erhalten, können uns gerne diesbezüglich unter unserer Mailadresse muenster@riseup.net kontaktieren.

Das Antisexistische Bündnis und die Emanzipatorische Aktion werden sich nach Kräften bemühen, angemessene Hilfestellung zu leisten.

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Fundamentalistischer Aufmarsch blockiert

Ein erster Bericht des heutigen Tages:
Der für heute, 14. März, in Münster (Westf.) geplante Kreuzzug christlich-fundamentalistischer Abtreibungsgegner_innen  konnte für 2 Stunden blockiert werden. Ein antisexistisches Bündnis hatte zu kreativen Gegenprotesten geladen.

Anmelder Wolfgang Hering

Anmelder Wolfgang Hering

Es lief von Anfang an nicht segensreich für die selbsternannten “Lebensschützer” aus Münster und anderen Teilen der Republik, mobilisiert durch die christlich-fundamentalistische Organisation “Euro Pro Life”. Hatte die lokale Presse beim letztjährigen Kreuzzug noch 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer gezählt, waren es in diesem Jahr vielleicht 200.


Verhagelte Rosenkränze

Der religiöse Wahn auf Beinen traf sich um 14.00 Uhr in der Münsteraner Aegidii-Kirche zum besinnlichen Auftaktgottesdienst und zur Durchführung eines “schmerzhaften Rosenkranzes”. Doch mit der Besinnlichkeit war es spätestens um 14.30 Uhr vorbei, als partywütige Personen die bis dato reichlich zugeknöpfte Veranstaltung mit Konfetti, Kondomen und Aufklärungsflyern auflockerten (mehr …)

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Schwangerschaftsabbruch ist Frauenrecht

Aufruf zu kreativen Störaktionen
(den Flyer als PDF zum download und selbstvervielfältigen gibt es hier: http://eams.blogsport.eu/files/flyer.pdf

Unter dem Motto “1000-Kreuze für das Leben ” laufen am 14.03.2009 erneut selbst ernannte “Lebensschützer” aus einem vorwiegend christlich-konservativen Spektrum durch Münsters Innenstadt um Frauen ihr Recht auf Abtreibung ab zu sprechen. An der Streitfrage Schwangerschaftsabbruch manifestiert sich auf besonders deutliche Weise das patriarchale (männerdominierte) Gesellschaftssystem in dem wir leben. Dieses versucht immer noch Frauen ihr Selbstbestimmungsrecht zu entziehen und sie in die gewünschten “frauentypischen” Rollen zu drängen. Hinter dem Versuch Abtreibung mit Mord gleich zu setzen steckt der Wunsch ganz konkret über die Körper und das Leben von Frauen entscheiden zu können.

Jede Person hat das Recht selbst zu bestimmen, was mit ihrem Körper passiert. Nur eine schwangere Frau kann beschließen, ob sie die Schwangerschaft abbricht oder nicht. Sie allein hat das Recht über ihren Körper und ihr Leben zu entscheiden. (mehr …)

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Für das Recht auf Abtreibung!

Wie die letzten Jahre auch wollen am 14.März die fundamentalistischen, rechts-offenen Christ_innen von EuroProLife erneut einen Gebetszug gegen Abtreibung durch Münster durchführen. Sie sprechen damit Frauen ihr Selbstbestimmungsrecht über den eigenen Körper ab. In München war ihre offene Flanke nach rechts letztes Jahr so deutlich, dass sie sogar Nazis willkommen hießen.
Doch auch unabhängig von ihren eindeutig rechten Tendenzen, ist ihr Abtreibungsverbotswille zutiefst frauenverachtend.

Gegen ihren geplanten Aufmarsch hat sich bereits ein breites antisexistisches Aktionsbündnis gebildet, was alle emanzipativen Menschen Münsters zu bunten, lauten und kreativen Gegenaktionen aufruft.

An dieser Stelle wird es bald mehr Infos über die selbsternannten “Lebensschützer”, sowie die geplanten Gegenaktionen geben. Bis dahin sei allen Interessierten die Seite des Antisexistischen Aktionsbündnisses München ans Herz gelegt, dort finden sich auch einige Denkanstöße für mögliche Gegenaktivitäten.

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Nazis wegrömern!

Montag 02.03.2009, 20.00 Uhr, Kulturkneipe Frauenstrasse 24 (Veranstaltungsraum)

Informations- und Mobilisierungsveranstaltung

gegen den geplanten Neonaziaufmarsch in Osnabrück

am Samstag, den 07. März 2009

Am Samstag, den 7. März 2009 will die NPD zusammen mit parteifreien Neonazis unter dem Motto “Die Hermannschlacht: 2000 Jahre Kampf gegen Überfremdung – für nationale Selbstbestimmung” durch Osnabrück marschieren.

Diesmal bedienen sich die Nazis am populären deutschnationalen Mythos von Arminius alias Hermann der Cherusker, um ihre menschenverachtende Ideologie in Form einer “Hermann-Kampagne” auf die Strasse zu tragen.

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Besetzung des Versetzt

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Das Versetzt wurde in der Silvesternacht von emanzipativen Gruppen und engagierten Einzelpersonen besetzt. Hintergrund ist die Kündigung des Mietverhältnisses der Wohn-&Stadtbau und der damit einhergehende drohende Abriss des Hauses. Diesen starken Angriff auf unsere Strukturen konnten und wollten wir uns nicht bieten lassen. Dieser Artikel soll ein wenig über die Ursachen, Perspektiven und Ziele der Besetzung aufklären.

Für aktuelle Infos zur Besetzung empfehlen wir euch die Homepage der Besetzer_innen: www.grevener.blogsport.de
Erklärt euch solidarisch mit der Besetzung, bringt Essens und Geldspenden vorbei, oder kommt einfach mal zu einer der zahlreichen Veranstaltungen.imgp0460

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Kalenderblatt – Dezember 2009

Wir wollen keine Stadt, in die Menschen nicht reinkommen, weil sie das Ambiente stören und den geleckten Prinzipalmarkt verschmutzen könnten, sodass nicht mehr von ihm gegessen werden kann. Wir wollen keine Stadt, die einen großen Teil ihrer Bewohner_innen ausschließt, weil sie sich nicht dem Konsumterror hingeben. Zu so einer Stadt entwickelt sich Münster aber gerade – dagegen hilft nur sich wehren und unbequem sein. Wir werden uns nicht vertreiben lassen, wir sind Teil dieser Stadt und wenn wir Münsters Politik schon nicht komplett verändern können, so müssen wir uns zumindest Freiräume schaffen. Freiräume, die für alle offen sind. Freiräume als Zuflucht für Rebell_innen, Geächtete, arme und obdachlose Leute, radikale Aktivist_innen, illegalisierte Migrant_innen. Für uns sind diese Räume entscheidender Teil einer Bewegung für soziale Veränderung. Wir werden sie uns nehmen wann immer wir die Stärke dazu haben!

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Kalenderblatt – November 2009

Gated Communities sind Siedlungen, die in sich abgeschlossen, das heißt sie haben eigene Supermärkte, ihren eigenen Wachschutz(inklusive Kameraüberwachung der „öffentlichen“ Plätze und Grenzzäune) und manchmal haben die Menschen dort sogar ihren Arbeitsplatz. Dies könnte zunächst „nur“ als weiteres Statussymbol angesehen werden, das wie der Mercedes in der Garage zeigt: ich hab es geschafft. Es geht hierbei vielmehr darum in einer angeblich „heilen“ Gemeinschaft zu leben, ohne die sozialen Spannungen mit bekommen zu müssen, den „Pöbel“ halten der Wachschutz und die Zäune schon auf. So reiht sich der Germania Campus nahtlos in die Reihe der bisherigen aktuellen Stadtumstrukturierungen ein, die zum Ziel haben, kaufkräftiges Puplikum in Münster zu binden und Menschen mit wenig Geld in die Vorstädte zu verdrängn. Insofern ist der Germania Campus nicht nur Statussymbol sonder Symbol sozialer Selektion und einer Stadtpolitik die soziale Konflikte mehr und mehr durch strukturelle Gewalt löst.

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Kalenderblatt – Oktober 2009

Bereits 2006 beauftragte die Stadt Münster die Unernehmensberatungsfirma Rödl und Partner einen Sparplan für den städtischen Haushalt auf zu stellen. Die darauf folgenden Sparpläne sahen vor 30 Mio Euro ein zu sparen, den Großteil davon im sozialen Bereich. Es gab ein breites Bündnis “münster solidarisch” von betroffenen Gruppen, Vereinen und Unterstützer_innen, die sich gegen die unsoziale Sparpolitik zur Wehr setzten. Leider hat die Stadt trotz allem Protest die massiven Kürzungen vollzogen, was für einige das Aus für ihre Arbeit bedeutete.
Eins der ersten betroffenen Projekte war das MASY, ein Sleep-In für Mädchen und junge Frauen bis 27. Das MASY war da für Mädchen/Frauen, deren Lebensraum die Straße war, die zu Hause nicht mehr sein konnten oder zwischen festem Wohnsitz/Familie und Szene pendelten. Sie hatten dort eine Grundversorgung, einen Rückzugsraum aus dem harten Alltag und ein umfangreiches Beratungsangebot. Mittlerweile gibt es ein neues Sleep-In der Diakonie, allerdings mit stark eingeschränktem Angebot (bspw. nur noch für Mädchen/Frauen unter 21) und zudem in dem selben Haus wie das Jungen Sleep-In.

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Kalenderblatt – September 2009

Gerade in einer Stadt wie Münster, in der der Raum für gesellschaftlich-kulturelle Leben eher konservativ geprägt ist, sind Party- und Konzerträume die von alternativen Jugend- und Subkulturen genutzt werden können von großer Bedeutung. Räume in denen es möglich ist, das kulturelle Leben noch selbst und relativ kostengünstig gestaltet werden kann, sind in Münster relativ spärlich gesät. Wenn es solche Orte gibt, dann sind dieses der Haverkamp und die selbstverwaltete, ehemals besetzte Baracke. Beide stellen sie zwei der wenigen subkulturellen Räume dar. Kein Zufall also, dass genau diese immer wieder von Schließung bedroht sind. Das Haverkamp-Team konnte mit der Initiative „Rettet den Haverkamp“ vorerst noch so eben das Auslaufen des Mietvertrages verhindern, wohingegen der drohende Abriss der Baracke anhaltend präsent ist. Während versucht wird immens teure Prestige-Objekte, wie vor kurzem die Musikhalle, deren Bau nur per Bürgerentscheid verhindert werden konnte, im Innenstadtbereich zu verankern, scheint alternative Subkultur nicht einmal im Randgebiet der Stadt erwünscht zu sein.

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Kalenderblatt – August 2009

Freiraum heißt auch Raum für Freizeit und körperlichen Ausgleich. Im Sommer 2007 sorgte der Stadtrat für die Schließung des Südbades. So nahm er vielen Menschen in einem dicht besiedelten Teil der Stadt die Möglichkeit, in kurzer Zeit ein Schwimmbad zu erreichen, sorgte dafür, dass es weniger Schwimmkurse in Münster gibt und weniger Schulkinder Schwimmen im Unterricht lernen.
Die CDU/FDP-Regierung ignorierte die Tatsache, dass das Südbad einen Freiraum für Tausende von BürgerInnen bot, und missachtete den großen Widerstand, der sich dem Schließungsvorhaben entgegen stellte. Fast 15.000 Unterschriften sammelte die Bürgerinitiative „Südbad muss bleiben“ für ein Bürgerbegehren gegen die Schließung; der Rat erklärte selbiges für unzulässig. Sogar der Vorschlag, das Bad ehrenamtlich und mit geringer finanzieller Beteiligung der Stadt weiterzuführen, wurde vom Rat niedergeschmettert. Verwunderlich bleibt, dass der Stadtrat kurze Zeit später eine 12 Millionen teure Musikhalle für finanzierbar hielt…

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Kalenderblatt – Juli 2009

Vor ca. 25 Jahren hat die Stadt Münster eine Veränderungssperre über die Häuser 31-59 der Grevenerstraße verhängt. Diese führte zu dem von der Stadt Münster gewünschten, optischen Verfall der Häuserzeile. Denn so ist es für die Stadt politisch leichter den finanziell lukrativen Neubau der Häuser durchzusetzen. Die Bausubstanz der Häuser ist jedoch nicht einmal durch ein unabhängiges Gutachten überprüft worden. Der Bebauungsplan von vor 40 Jahren kann nur als vorgeschoben gewertet werden, schließlich sollte die komplette Häuserzeile 9 Meter zurückversetzt werden, um angeblich Platz für einen Fahrradweg und einen Grünstreifen zu schaffen. Mittlerweile wurde dieser Plan seitens der Stadt fallen gelassen, mit der Begründung beides sei nicht notwendig. Es wird deutlich, dass das Interesse der Stadt woanders liegt : Die alten nicht so rentablen Häuser abzureißen um dort Neubauten mit wesentlich höheren Mieten zu errichten. Die Stadt verdrängt so die bisherigen langjährigen Mieter_innen durch die hohen Mieten, da die alten Mieter sich die Wohnungen in den Neubauten nicht mehr leisten können. Dies reiht sich nahtlos in die Politik der Stadt ein, Menschen mit geringem Einkommen aus der Innenstadt zu verdrängen, um finanzkräftigeres Publikum dorthin zu locken.

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Kalenderblatt – Juni 2009

2009 soll sie starten: Die Verwandlung des Hauptbahnhofs in einen Shoppingpalast und Konsumtempel der Extraklasse. Leipzig, Frankfurt, Hamburg, Köln …: Auch Münster will seine Einkaufserlebniswelt mit Gleisanschluss im nobel-schicken Design aus Glas und Edelstahl. Neben dem Prestige-Zug-Pferd ICE sind die abermillionenschweren Luxussanierungen von Bahnhöfen zu edlen Shopping-Malls DAS Marketing-Aushängeschild der teilprivatisierten Deutschen Bahn AG. Abgehängt wird dabei auf der Reise an die Börse der Versorgungsauftrag im Regional- und Nahverkehr.
Der Luxusphönix aus der Asche hinterlässt zudem in jeder Stadt verbrannte Erde. Hinter der glänzenden Glitzerglasfassade atemberaubender, unendlich weiter, nie zuvor gesehener Warenwelten und dem wolkig-weissen Capuccinoschaum in der DB-Lounge wird verbissen gegen alles gekämpft, was das heilig-heile Shoppingerlebnis stören könnte: Obdachlose, Punks, DrogenkonsumentInnen, illegale MigrantInnen. „Obdachlose gehören nicht in den Bahnhof“, verkündete einst Bahn-Chef Mehdorn – auf monatlich ca. 65.000 Hausverbote, 800 Strafanzeigen und 500 vorläufige Festnahmen bringen es Bundespolizei und DB-eigene Sicherheitsdienste bundesweit. Ein erheblicher Teil dieser „Sicherheitsmaßnahmen“ trifft Randgruppen und Menschen, deren Flucht vor Bürgerkrieg und Armut im Netz der Schleierfahndung und Videototalüberwachung endet – zu den sanftschmeichelnden Klängen von Ambient und Smooth Jazz.

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Kalenderblatt – Mai 2009

In vielen größeren Städten der Bundesrepublik Deutschland, sind gerade die Hafenviertel von Gentrifizierung betroffen. Gentrifizierung heißt, dass ein bestimmtes Stadtviertel aufgewertet werden soll, in dem nicht nur renoviert wird, sondern auch ganz bewusst renommiertere Bevölkerungsgruppen angesprochen und weniger renommierte ausgeschlossen werden sollen. Auch das Hafenufer des Dortmund-Ems-Kanals hinter dem Münsteraner Hauptbahnhof stellt hier keine Ausnahme dar. Durch die Ansiedlung teurerer Kneipen, Cafés und Clubs, ist der ehemalige Arbeitsort der Unterschicht zum Freizeitspaß für Münteranerinnen und Münsteraner worden, die sich ihr Wochenende was kosten lassen wollen.
Aber die Umwälzung des Gebiets ist noch nicht abgeschlossen. Während HartzIV-Empfänger_innen, Geringverdiener_innen und andere benachteiligte Gruppen immer mehr aus dem Stadtbild des Münsteraner Innenstadtbereichs verdrängt werden, ist für den Hafen die Ansiedlung weiterer, teurer Luxushäuser mit Blick auf den Hafen und der Bau eines Nobelhotels, das voraussichtlich keine „unerwünschten“ Besucher_innen in seiner Umgebung mehr dulden wird, geplant.

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Kalenderblatt – April 2009

Nach zwei kürzeren Besetzungen der Grevener Straße 57 wurde am 01.April das akkut abrissbedrohte Haus in der Grevener Straße 59 instandbesetzt. Vier Wochen lang wurde das Haus mit Leben gefüllt, es gab ein umfangreiches Kulturprogramm. Neben der Nutzung als und der Forderung nach einem Sozialen Zentrum ging es bei der Besetzung aber auch um den Erhalt von bezahlbarem Wohnraum in Münsters Innenstadt und eine Kritik an der Abrisspolitik der Stadt in der Grevener Straße. Es sollte gezeigt werden, dass das Haus keineswegs nicht mehr sanierungsfähig ist. Um dies zu tun, gab es mehrere Führungen für Politiker_innen, Presse und interessierte Bürger_innen durch das Haus.
Es gab viel Zuspruch aus der Bevölkerung und Anwohner_innen brachten sogar Geld-und Sachspenden vorbei um ihre Solidarität auszudrücken.
Am 24.04. wurde das Haus geräumt und abgerissen. 10 Besetzer_innen erhielten Geldstrafen. Mittlerweile ist an der Stelle ein Neubau entstanden, der wesentlich teurere Mieten hat, als das vorherige Haus. Ob dies eine qualitative Verbesserung darstellt bleibt fraglich. Auf jeden Fall ist zu erwarten, dass auch die restliche Häuserzeile stark umkämpft sein wird.
Infos zu der Besetzung: http://www.grevener.blogsport.de

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Kalenderblatt – März 2009

Auch wenn offiziell die Gleichberechtigung da ist, eine Frau ist sogar Bundeskanzlerin geworden, sieht es in der Realität doch ganz anders aus: Frauen verdienen im Schnitt immer noch ein Viertel weniger als ihre männlichen Kollegen, so gut wie jede Frau hat Erfahrungen mit sexualisierter Gewalt gemacht, von blöder Anmache bis hin zu Vergewaltigung. Auch das Stadtbild ist geprägt durch Werbetafeln in denen Frauen als sexuell anregendes (Werbe-)Objekt gezeigt werden. Mensch denke nur an x-beliebige Partyflyer und -poster, die mit (halb-)nackten Frauen für die nächste Party werben. Der öffentliche Raum ist von Männern auch – und vor allem – nachts dominiert. Frauen trauen sich nachts oft nicht allein auf die Straße, weil sie sich nicht sicher fühlen oder Angst haben, Opfer von Übergriffen zu werden. Sie sind eingeschränkt in ihrer Bewegungs- und Aktionsfreiheit. Es kann aber nicht sein, dass der Hälfte der Menschheit so viel Raum verschlossen bleibt. Deshalb: Lasst euch diese Situation nicht gefallen, verändert sexistische Werbung und erobert systematisch die Nacht zurück, lernt euch zu wehren oder überlegt euch (gemeinsame) Umgangsstrategien! Schließt euch zusammen, bleibt mit blöden Anmachen nicht alleine, nehmt euch den Raum wieder!
Frauen, erobert euch die Nacht zurück!

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Kalenderblatt – Februar 2009

So ein Standortwettbewerb kostet Geld, und das nicht zu knapp. Nicht nur Kommunen, sondern auch Bund und Länder verscherbeln daher schon seit Jahren ihr „Tafelsilber“: Grundstücke, Stadtwerke, Verkehrsbetriebe, Kindergärten, Krankenhäuser … und auch Wohnungen.
Am 29. August 2009 jährt sich z.B. der Verkauf der „Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) NRW“ zum ersten Mal. Die LEG war bis zu ihrem Verkauf an einen Immobilienfonds aus Übersee zu knapp 70% Eigentum des Landes Nordrhein-Westfalen und mit rund 100.000 Wohnungen eines der größten Immobilienunternehmen in Deutschland. Allein in Münster sind dabei knapp 6.000 Immobilien privatisiert worden. Der allerorten beobachtbare Abbau des Sozialstaats zeigt sich auch im Ende des sozialen Wohnungsbaus: Einst als DAS Vorzeigeprojekt einer „sozialen Marktwirtschaft“ gefeiert ist der stillschweigende Ausstieg inzwischen unübersehbar. Waren bis 1995 über 4,3 Millionen Wohnungen im Sozialen Wohnungsbau errichtet worden, so sind davon zehn Jahre später noch 1,42 Millionen übrig geblieben – Experten prognostizieren für die kommenden Jahre ein Absinken auf einen kümmerlichen Restbestand.
Die Folgen solcher Massenprivatisierungen für Mieterinnen und Mieter sind absehbar: Saftige Mieterhöhungen bei ausbleibenden Sanierungen, Filetierung des Wohnungsbestandes, Luxussanierungen und Totalausverkauf. Die steigenden Mietkosten insbesondere für sozial Schwache verschärfen die sowieso schon vorhandene Tendenz einer zunehmenden Spaltung der Stadtgesellschaft: Zonen der Armut und Zonen des Reichtums entstehen und entkoppeln sich mehr und mehr voneinander.
Eine vereinbarte „Sozialcharta“ soll die Mieterinnen und Mieter der LEG 10 Jahre vor solchen Folgen schützen. Ob sie das tatsächlich tut? Und was wird nach den 10 Jahren sein?

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